Jörg Reitter

(1898 – 1944)

 Kunstpädagoge, Maler, Grafiker und Holzschnittkünstler

Grabstein von Reitter in Steyr

 Quelle:   Ex-Libris Austria  (Link zur Biographie)

Jörg Reitter wurde am 26. Juli 1898 zu Waidhofen an der Ybbs geboren und war seit 1898 in Steyr ansässig. 1918 maturiert Jörg Reitter, dann folgt ein kurzer Militärdienst, anschließend arbeitet er als Zeichner in einem Vermessungsbüro.

Nach der Verheiratung 1921 wird 1922 der erste Sohn, Georg geboren. 1925 der zweite Sohn Helmut. Von 1931 bis 1935 studiert der junge Künstler in Wien an der Akademie d. Bildenden Künste, an der Universität und an der Technischen Hochschule.

Schon im Band 27 (1932) des Jahrbuches der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft wird Jörg Reitter als „neuer Mann“ eingeführt.

Im darauffolgenden Band 28 (1933) wird das ansprechende Exlibris für Karl Mandl abgedruckt. Irgendwie erinnert es an den „Witz“ der frühen Exlibris von Max Kislinger. Doch Ankwicz-Kleehoven möchte in seiner Darstellung die seltene Energie dieses Mannes hervorheben, der sich von 1921 bis 1930 als Zeichner und Beamter der Steyrwerke fortgebracht hat. Nach erfolgtem Stellenabbau (als Familienvater!), hatte er noch den Mut, an der Wiener Akademie der Bildenden Künste zu inskribieren, um sich als Schüler bei Prof. Carl Fahringer zum Maler ausbilden zu lassen. Seit 1928, so Ankwicz-Kleehoven, hat Jörg Reitter 28 Exlibris teils in Holz- und Linolschnitt, teils als Klischees vollendet.

1935/36 folgen Lehramtsprüfungen und die Ernennung zum Akademischen Maler. 1935/36 erste Lehrtätigkeit an der Hauptschule Vogelsang in Steyr, dann 1936/37 Probejahr am BRG Steyr. 1937/40 Lehrtätigkeit in Steyr und Linz. 1940 wird Jörg Reitter zum Studienassessor, 1941 zu Studienrat (=Professor) ernannt.

Bildershow:

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Daneben hat er auch allerhand Gelegenheitsgraphik geschaffen, der niemand den lustigen Unterton anmerken würde. Dass dies in Wahrheit bittere Brotarbeit war, die Jörg Reitter und seiner Familie über die schwierigen Studienjahre, die noch dazu in eine Zeit der großen politischen und wirtschaftlichen Krisen fielen, hinweghelfen sollte, darf nicht außer acht gelassen werden! Professor Jörg Reitter (d.Ä.) hat innerhalb des kurzen Lebenszeitraumes, der ihm vergönnt war, ein erstaunlich umfangreiches und kostbares Gesamtwerk hinterlassen.

Ein alliierter Bombenangriff auf Treviso/Venetien beendete am 7. April 1944 allzu früh auf tragische Weise sein Leben und damit sein fruchtbares Wirken als Lehrer und Künstler. Der sinnlose Kriegstod hatte Jörg Reitter auf einer Dienstreise als Offizier des Luftschutzwarndienstes ereilt.

Sohn Georg Reitter kümmert sich seither mit großer Sorgfalt und Sachkenntnis um den künstlerischen Nachlaß seines Vaters und veranstaltete verschiedene Gedächtnisausstellungen im Lande Oberösterreich. Zum 50. Todestag wurde Jörg Reitter durch die Benennung des Platzes vor dem Schloß Lamberg in Steyr und durch die Enthüllung einer Gedenktafel am ersten Wohnhaus in der Ölberggasse Nr. 9 geehrt.

Literatur: Reitter, Georg: Jörg Reitter 1898-1944, Maler-Graphiker-Kunstpädagoge. Druck:
Denkmayr, Wels 1994, 174 S., 24 Farb-, 36 SW-Repr.

Werkliste, erstellt von Dr. Ottmar Premstaller

 Aus: http://www.exlibris-austria.com/1024/jreitterwerk.htm

Geboren am 26. 7. 1898 in Waidhofen a. d. Ybbs, seit 1901 in Steyr lebend. Erst Beamter der Steyr-Werke, dann Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Carl Fahringer, später Kunst- und Werkerzieher am Realgymnasium Steyr.

Bedeutender Steyrer Künstler der Zwischenkriegszeit. Landschaften, Städtebilder, Porträts, Kompositionen. Aquarelle, Ölbilder, Zeichnungen, Linol- und Holzschnitte. Gefallen am 7. April 1944 in Treviso, Venetien, beigesetzt am Kriegerfriedhof Costermano bei Garda.

Nachweis der Belege: GR = Georg Reitter

                                   OP =  Ottmar Premstaller

                                   J    =  Jahrbuch der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft

                                   R    =  Reproduktion in Monographie „Jörg Reitter“ von Georg Reitter, Steyr 1994

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