Dora Dunkl

Bild: Dora Dunkl

(1925 – 1982)

Lyrikerin und Schriftstellerin

(* 13. Oktober 1925 in Würzburg; † 3. Dezember 1982 in Steyr) war eine deutsch-österreichische Lyrikerin und Schriftstellerin.

Leben und Werk

Die Autorin wurde 1925 als Tochter eines Mediziners geboren. Später studierte Waltraud Schottenloher, wie sie damals hieß, in Würzburg Kulturwissenschaften, wo sie den Medizinstudenten Anton Oberleitner kennenlernte, den sie 1944 mit 19 Jahren heiratete. Nach dem Krieg übersiedelten beide nach Wels zu Antons Halbschwester Resi Schinninger und schließlich nach Haidershofen bei Steyr, wo ihr Mann als Arzt arbeitete. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: 1946 Tochter Waltraud, 1950 Sohn Hans Anton. Es entstanden erste Arbeiten: Kulturberichte und Feuilletons für Regionalzeitungen und formal konservative Lyrik. Sie führte in Haidershofen einen „gesellschaftlich-literarischen Salon“.Im Herbst 1954 lernte sie den damaligen Intendanten des Landesstudios Tirol, Axel Corti kennen, der für eine erstmalige Lesung ihrer Gedichte im Hörfunk sorgte.

 Arkaden im Dunklhof

1958 folgte die Scheidung und die Heirat mit Heinrich Dunkl, einen um zwanzig Jahre älteren Steyrer Architekten. Tochter und Sohn blieben beim Vater. Ab nun veröffentlichte sie unter dem Namen Dora Dunkl. Wohnsitz war der Dunklhof in der Steyrer Kirchengasse. Im dortigen Arkadenhof veranstaltete die Autorin Ende Juli 1959 erstmals eine „Abendmusik“ bei freiem Eintritt. Schon im nächsten Jahr wurde diese in „Serenandenabend“ umbenannt und in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Steyr ausgerichtet. Zwischen musikalischen Beiträgen, etwa von Beethoven, Haydn oder Mendelssohn, sprach die Autoren klassische Lyrik, aber auch eigene Beiträge oder realistische Prosa, etwa von Marlen Haushofer.

1970 erhielt sie den Förderungspreis für Literatur des Landes Oberösterreich.

Im selben Jahr entstand ihr bekanntester Gedichtzyklus Mein Haus, in dem sie ihren Anspruch einlöst, nur die „Wesenheit“ des Hauses zu zeigen und nicht das Haus. So heißt es im ersten Abschnitt: …die Worte / gespenstern / und / heulen / ums Haus / wie Wölfe / der Steppe / um / das einzige Haus / in dem / ich wohne / und / den großen Sandregen / höre: / aus / meinem Haus / rieseln / die Steine / zurück / in / das Meer…“

1973 wurde sie Schatzmeister im österreichischen PEN-Club. Überdies trat sie den „Österreichischen Schriftstellerverband“ und der Künstlervereinigung MAERZ bei.

Heinrich Dunkl starb am 12. Dezember 1978 nach kürzerer Krankheit, Dora Dunkl erlag 1982 einem Leber- und Nierenleiden.

Dora-Dunkl-Straße befindet sich bei den Schladergründen in Steyr/Gleink; von der Stichstraße zur Friedhofstraße.
Beschluss: Dezember 1989
Dora Dunkl wurde am 13. Oktober 1925 in Würzburg geboren. In ihrer Jugend kam sie nach Steyr, wo sie das kulturelle Leben vor allem mit den Serenaden im Dunklhof bereicherte. Dora Dunkl leitete auch die Literaturgruppe Steyr im OÖ. Volksbildungswerk. Sie veranstaltete viele Lesungen und schrieb selbst Prosa und Lyrik. 1970 wurde sie mit dem Literaturpreis des Landes Oberösterreich ausgezeichnet. Bekannt wurden ihre Werke durch Veröffentlichungen in Anthologien, Zeitschriften und Zeitungen sowie durch den Rundfunk. Dora Dunkl war Mitglied des Pen-Clubs, des österreichischen Schriftstellerverbandes, der Künstlervereinigung MAERZ und des Traunviertler Kulturvereines. Dora Dunkl starb am 3. Dezember 1982

Quellen:   wikipedia.org, steyr.at Juni 2011

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