DI. Dr. Friedrich Wieland

(1920 – 1992)

Erfinder und Entwickler des Kunststoffkäfigs für Steyr Wälzlager

„Von seinen wissenschaftlich-ingenieurmäßigen Tätigkeiten ist hervorzuheben, dass er ein „Technisches Handbuch“ verfasst hat. Ein Exemplar dieses Buches befindet sich in meiner Privatbibliothek, ein persönliches Geschenk Dr. Wieland’s.  Dr. Wieland war Erfinder und hat zahlreiche Patente für STEYR Wälzlager erreicht. Darunter ist eine wahre Pioniertat, die Erfindung und Entwicklung des Kunststoffkäfigs, in enger Zusammenarbeit bei der Realisierung mit Fa. Krejci Getzersdorf/Österreich. Der Inhaber Camillo Krejci war ein „Kriegskollege“ von Dr. Wieland, wie er ihn nannte. Dr. M. Albert und ich haben dies auch in unserm Buch „Wälzlager“, erschienen im Springer Verlag entsprechend gewürdigt
Erste Versuche dazu gab es bereits 1954, die Konkurrenz konnte nicht zuletzt durch den Patentschutz erst in den 1970er Jahren zu STEYR Wälzlager auf diesem Gebiet aufschließen. Es existiert dazu noch Prospektmaterial, allerdings in einem Konvolut von Unterlagen in meinem Firmenarchiv und nicht unmittelbar greifbar.“  (DI Hubert Köttritsch, 2011)

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Aus dem persönlichen Lebenslauf von DI. Dr. Friedrich Wieland (Quelle: Personal-Akten SDP-AG Wälzlagerwerk)

„Am 30.6.1920 wurde ich als einziges Kind von I.W. Inspektor Fritz Wieland und Maria, geb. Kohlberger, in Garsten geboren. Ich bin r.k. und seit 18.7.1949 verheiratet.

Beruflicher Werdegang:

Nach Besuch der vierklassigen Volksschule in Garsten kam ich für 8 Jahre ins Realgymnasium Steyr, welches ich am 1.7.1938 nach abgelegter Reifeprüfung verließ. Während meiner Militärdienstzeit vom 1.11.1938 bis 30.6.1945 studierte ich 16 Monate an der Technischen Akademie in Berlin-Gatow. Nach Entlassung als Hauptmann aus dem Militärdienst studierte ich an der T.H. Graz Maschinenbau. Diese Studien beendete ich am 13.12.1948 mit der Diplom-Hauptprüfung mit sehr gutem Erfolg. Seit fast 2 Jahren bin ich als wissenschaftlicher Assistent an der Technischen Hochschule Graz für Konstruktion und Versuch tätig. Außerdem arbeitete ich im Konstruktionsbüro List als Konstrukteur mit. Zurzeit bin ich mit Versuchen an einer Gasturbinenanlage tätig und arbeite an einer Dissertation zur Erlangung des Doktors der technischen Wissenschaften. Sprachkenntnisse in Englisch und Französisch. Sämtliche Führerscheine. Geschrieben am 12.9.1949“

Lebensdaten:

Eintritt: 1.10.1949 ins Wälzlagerwerk Steyr (WLW), verheiratet, 3 Kinder.

Schule:

  • RG Steyr (Matura),
  • 16 Monate Technische Akademie Berlin-Gatow
  • 1945-1948: Technische Hochschule Graz Maschinenbau, Diplomingenieur.
  • 1947 – 1949: Technischer Assistent an der TH Graz
  • 1951: Dr.tech

Wirken bei Steyr-Daimler-Puch AG : Wälzlagerwerk

  • 1949 – 1962: Angestellter und späterer Stellvertreter des Leiters des Technischen Büros der Kugellagerfabrik
  • 1.1.1962: Leiter der Koordinierungsstelle für technische Angelegenheiten im WLW und Handlungsvollmacht
  • 1.6.1963: Kollektivprocura
  • 1.8.1966: Direktor-Stellvertreter
  • 1.1.1969: Technischer Werksdirektor des WLW mit dem Titel „Direktor“
  • 4.3.1969: gewerberechtlicher Geschäftsführer des WLW
  • 1.10.1975: Leiter der Sparte „Wälzlager“ im Geschäftsbereich „Wälzlager und andere Geschäftsbereiche“

 

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