Franz Werndl

(1833 – 1907)

Bruder von Josef Werndl. Walzwerk und Drahtzugfabrik in Unterhimmel

  • Geboren am 30. März 1833
  • Verstorben am 21. Dezember 1907 im 75. Lebensjahr

Der Nägelfabrikant Franz Werndl

  • Quelle: Stögmüller Johann: Josef Werndl und die Waffenfabrik in Steyr. Steyr: Ennsthaler 2010, S. 60-64

Ursprünglich war Franz Werndl mit seinen Brüdern im elterlichen Unternehmen beschäftigt, an dem er auch beteiligt war.

1858 heiratete er Anna Brandstetter, die Tochter des Müllermeisters Josef Brandstetter aus Steyr-Vogelsang, mit der er 3 Söhne und 5 Töchter hatte. Sie war auch als große Wohltäterin von Steyr bekannt.

1863 machte sich Franz Werndl mit einem Drahtzug in Unterhimmel bei Steyr selbstständig. Ausschlaggebend für die Standortwahl war die reichliche Wasserkraft, die ihm am Unterhimmler Wehrgraben zur Verfügung stand.  Früher gab es hier  Bohrhämmer und Bohrmühlen, wo die Gewehrläufe gebohrt wurden. Die Firma von Franz Werndl wurde am 7.November 1868 in das Steyrer Handelsregister eingetragen. Das Unternehmen umfasste die Werkstätten in Unterhimmel, am Hammerschmiedberger Nr. 5 und in der Sierninger Straße 111 sowie die Schleife in der Schleifergasse 1.

Um 1875 war im Walzwerk und Drahtzug des Franz Werndl eine Walzenstraße mit vier Walzen installiert.

Beschäftigte im Jahre 1880: im Feinstreckwalzwerk 12, im Zerrenhammerwerk 5, Drahtwerzeugung 21 Mitarbeiter.

Erzeugung im Jahre 1880: 252 Tonnen gewälztes Eisen, 81 Tonnen gewalzter Stahl, 178 Tonnen Zagel- oder Stangeneisen, 154 Tonnen Feder-, Nieten- und Stahldraht

Funktionen von Franz Werndl:

  • 1867 in den Steyrer Gemeinderat gewählt
  • 1870 zum Schützenmeister-Stellvertreter der Schützengesellschaft Steyr gewählt

Brand 1887:  Am 10. Jänner 1887 brannte das Walzwerk des Franz Werndl fast vollständig ab. Man wartete vergeblich auf die Feuerwehr der Waffenfabrik. Wiederaufbau des Werkes, das 1890 eine Belegschaft von 78 Leuten hatte. Im Walzwerk waren eine Turbine mit 100 PS und zwei Wasserräder mit 140 PS installiert. Im Drahtzug betrieben eine Turbine mit 20 PS und ein Wasserrad mit 80 PS 292 Zugtrommeln.

1894: Eintragung im Gesellschaftsregister beim Kreisgericht als Kommanditgesellschaft. Erzeugung: Nägel, Schrauben aller Art, Bohrer, Ahlen und Schuhmacherwerkzeug.

1897: 58 Arbeiter im Walzwerk und 48 beim Drahtzug beschäftigt.

1907 stirbt Franz Werndl nach langem, schwerem Leiden.

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