Emil Haas

(1842 – 1903)

Druckereibesitzer und Zeitungsverleger des „Alpenboten“

  • geboren am 18.10.1842
  • gestorben am 30.5.1903

Quelle: Manfred Brandl, Steyr, S.142

Emil Haas war der Enkel des Druckereigründers Michael Haas, der von 1837-1867 die Druckerei, das Lokalblatt „Der Alpenbote“ verlegte und eine stattliche Zahl von Gebet-, Erbauungsbüchern und Geschichtenbüchern druckte.

Emil Haas (1842-1903) kam 1862 nach Steyr zu seinem Großvater und übernahmt 1887 von Anna Haas (gestorben am 20.4.1892) und Theres Haas (gestorben 22.1.1899) die Druckerei, die von 1867 – 1887 „Michael Haas´sche Erben“ hieß. 1887 wurde sie in „Emil Haas & Cie“ umbenannt. Am 1. Jänner 1900 übernahm sein Vetter, der Buchhändler Arthur Fleischanderl (gestorben am 1.10.1902) die Druckerei samt dem bis dahin deutschfortschrittlichen, altliberalen „Alpen-Boten.“ Die Firmenbezeichnung lautete nun „Haas & Arthur Fleischanderl“. Hierauf führte Hugo Drahowsal (1879-1963) die Druckerei von 1903 bis 1926, anfangs gemeinsam mit Johanna Drahowsal. In dieser Druckerei erschien seit 1906 die Monatszeitschrift „Evangelischer Gemeinde-Bote“. Langjähriger Geschäftsleiter und Teilhaber von Emil Haas & Cie. war Hermann Bachtrog (gestorben 1932).

  • Quelle: „Alpenbote“ Mai 1903

Bericht über den Tod von Emil Haas:

Heute früh am 30. 5. 1903 verstarb Emil Haas, zuletzt Privat, gewesener Besitzer der Buchdruckerei und Lithographie Emil Haas & Cie. sowie langjährig gewesener Herausgeber und verantwortlicher Redakteur des „Alpen-Boten“, ist um 4 Uhr früh nach längerem Leiden in seinem 61. Lebensjahr unerwartet schnell sanft entschlafen. Hier folgt sein Lebenslauf:

Emil Haas wurde am 18. Oktober 1842 in Waidhofen an der Ybbs als Sohn von Medizinalrat August Haas geboren, studierte an der Unterrealschule, absolvierte hierauf die Oberrealschule in Linz und machte eine Anzahl Semester an der technischen Hochschule in Wien. Anfangs Oktober 1862 kam Emil Haas nach Steyr zu seinem Großvater Michael Haas, dem damaligen Besitzer unserer Großdruckerei, Grünmarkt Nr. 7, mit der Bestimmung, dereinst dieses Geschäft zu übernehmen. Er erlernte daselbst die Schriftsetzerei und war damals schon für den „Alpen-Boten“ schriftstellerisch tätig, indem er die lokale Berichterstattung besorgte.

In der 2. Hälfte der 60er Jahre begab sich Emil Haas zu seiner weiteren technischen Ausbildung nach Hannover und dann nach Leipzig, in welch letzterer Stadt er einige Zeit speziell als Buchdruckerei-Maschinenmeister praktizierte. Nach Steyr weieder zurückgekehrt übernahm er mit Neujahr 1871 die Stellung des verantwortlichen Redakteurs des „Alpen-Boten“. Von dieser Zeit erschien das Blatt in wöchentlich zweimaliger Ausgabe. Mit vielfachen Kenntnissen ausgerüstet, versah er seinen Beruf als Redakteur mit aller wünschenswerter Umsicht und Tatkraft. Unter seiner Fürsorge gestaltete sich der „Alpen-Bote“ immer mehr aus und er brachte denselben auf die Höhe eines angesehenen Provinzblattes, als welches er noch heute gilt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Advertisements

Über redtenbacher

Redtenbacher Fan
Dieser Beitrag wurde unter Unternehmer veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s