Alfred Kaulich

(1912 – 2000)

Maler, Autodidakt und Obmann der „Kunstgruppe Steyr“

  • Geboren am 15.12.1912
  • gestorben am 13.8.2000 in Steyr  

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  • Quelle: Textarchiv Ernst Schimanko, Steyr

Geboren am 15. Dezember 1912 als Sohn des Buchdruckers und Grafikers Karl und Anna Kaulich. Nach dem Besuch der Pflichtschule erlernte er den Werkzeug- und Maschinenbauberuf. Bis 1931 arbeitete er in diesem Beruf. In Zuge der schweren Wirtschaftskrise und der damit einhergehenden Arbeitslosigkeit lernte er bei seinem Vater das Malen, besonders auch Kalligraphie. Er lernte verschiedene Schriften und das Anfertigen von Urkunden. Nach einem Fernstudium für „Betriebsfachschule“ legte er 1939 die pädagogische Prüfung für Berufsschullehrer und die Facharbeiterprüfung „mit Auszeichnung“ ab.

Schon seit der frühesten Jugend war Kaulich für Musik, Zeichnen und Malen sehr aufgeschlossen. Zuerst wirkte er in Steyr beim Streichorchester und war 40 Jahre bei der Stadtkapelle aktiv. 20 Jahre war er Stabführer der Musikkapelle. In dieser Zeit entstanden bereits einige Bilder wie „Hessenmarsch“, „Sinfonie mit dem Paukenschlag“ , „Wassermusik“, „Drei Schlagzeuger mit Selbstporträt“ u.a.

Bevorzugte Techniken: Schriftgrafik, Aquarelle, Zeichnungen.

Seit 1964 war er Mitbegründer der „Kunstgruppe Steyr“ und über 20 Jahre deren Obmann.

Er veranstaltete 10 Einzelausstellungen und 34 Ausstellungen mit der Kunstgruppe.

Als Lieblingsarbeiten bezeichnet Kaulich das Porträt, die Anfertigung von Urkunden und die Landschaftsmalerei. Besonders gern malte er auch Städte, wie die Eisenstadt Steyr und Graz, seine zweite Heimat.

Seit der Antike steht das Porträt im Vordergrund, es ist eine der Gestaltungsaufgaben der Kunst, die ihn besonders erfasste.

„Ich porträtierte Freunde, Musiker, befreundete Künstler sowie berühmte Persönlichkeiten. Im Porträt will ich meine eigene Auffassung, meine Liebe und die Seele des Modells darstellen. Ich male naturgetreu, so, wie ich den Charakter des Menschen sehe. Durch Selbstbildung, Selbstkritik und durch besonderen Fleiß und durch harte Arbeit kann man sich sehr viel erarbeiten und schaffen.“ (Alfred Kaulich)

 

  • Wilhelm Schaumberger schrieb zum Geburtstag von Alfred Kaulich ein Gedicht:

„Herrn Kaulich zum Geburtstag:

A Zeichnung is hald doch was wert,

wann mas genau betracht,

wEil ma erfahart, was ma net hört

was an viel Freud oft macht.

Dass er so alng in Stab hat gführt

Bei unserer Stadtkapelln.

Des wird durch d´Zeichnung auf hiatzt grührt.

Doch dass er selber Musi treibt

Und  Kunst malt noh dazua,

dass d´Zeitung über des nix schreibt

hams übersehn gwiss nur.

Nau und des Zeigs, des was ma braucht,

heut zan an Kraftwerksbau,

des liegt im Magazin – zsammgstaucht,

des führt er ah genau.-

Hiatzt is er sechzgi – der guat Mann

Des is heut nimma viel,

Drum  wünsch i eahm viel Glück nuh dran,

vorläufig – siebzig – als Ziel.“

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Eine Antwort zu Alfred Kaulich

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