Erlefried Krobath

(1903 – 1971)

Kulturelle Initiativen und Heimatforschung in Steyr. Geschichte der Bürgermeister

  • Geboren 1903 in Kärnten
  • Verstorben am 18.12.1971
  •  Quelle: Nachruf für Dr. Erlefried Krobath in der Steyrer Zeitung vom 23.12.1971

 In Ebreichsdorf bei Wien, wohin er sich in seinem Ruhestand zurückgezogen hatte, ist Herr Senatsrat Diplom-Kaufmann Dr. Erlefried Krobath am 18. Dezember im 68. Lebensjahr nach kurzer Krankheit gestorben. Diese Nachricht hat in Steyr Bestürzung hervorgerufen,  denn hier hatte er während seiner beruflichen Tätigkeit einen großen Kreis von Freunden und Bekannten gewonnen.

Erlefried Krobath, aus Kärnten gebürtig, war nach dem Kriegsende 1945 nach Steyr gekommen und hatte hier seine Dienstzeit als Beamter des Magistrates Steyr begonnen. Er war Sekretär des Bürgermeisters, Leiter des Schulamtes und des Sportamtes, zuständiger Beamter für die Belange des Theaters, des Heimatmuseums, der Presse und anderer Agenden. 1953 wurde er mit der Leitung der Städtischen Unternehmungen betraut, in welcher er bis zu seiner Pensionierung Ende 1968 verblieb. Dr. Krobath war ein vielseitig interessierter Mensch und besaß ein umfangreiches Wissen; als Heimatforscher besonders in der Herausgabe der Steyrer Bürgermeistergeschichte, als Initiator der Steyrer Kulturamtsveröffentlichungen, als Kuratoriumsleiter für die Gründung des Steyrer Eisenmuseums sowie in zahlreichen anderen kulturellen Bemühungen hat er sich dauernde Verdienste erworben.

Auszeichnungen:

Die Oö. Landesregierung hatte ihn mit dem Ehrentitel eines wissenschaftlichen Konsulenten und dem Ehrenzeichen für Verdienste um Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet.

Erlefried Krobath war einer der jüngsten Soldaten im Ersten Weltkrieg gewesen, wurde in beiden Weltkriegen ausgezeichnet und besaß auch Auszeichnungen aus dem Kärntner Abwehrkampf. Jahre seiner beruflichen Tätigkeit und so mach verlässliche Freundschaft hatten ihn an Steyr gebunden. Seine letzte Ruhestätte hat er jedoch in Ebreichsdorf gefunden, wo seine irdische Hülle am 22. Dezember zu Grabe getragen worden ist.

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