Gerti Pertlwieser-Vock

Erfolgreichste Steyrer Kajaksportlerin.

Weltmeisterin 1949 und 1951

  • Quelle: Nachruf im Steyrer Kalender

 Erfolgreichste Steyrer Sportlerin gestorben

Der Sport prägte ihr Leben und machte sie zur erfolgreichsten Steyrer Sportlerin. Gerti Pertlwieser-Vock zählte zu den Pionieren im Steyrer Kanusport und blieb in den letzten Jahren trotz ihrer schweren Krankheit dem Tennissport treu. Er gab ihr immer wieder Hoffnung und Stärke, bis sie am 12. Juni einem 15jährigen Krebsleiden erlag. Alle Steyrer Sportler hielten inne in Gedanken an Gerti, der dreifachen Weltmeisterin.

Beim stürmischen WM-Empfang 1949 jubelten ihr und Othmar Eiterer alle zu. In Genf hatte sie mit Fritzi Schwingl und Hedi Pillwein Gold in der Mannschaft erpaddelt. Zwei Jahre später folgte in ihrer Heimatstadt Steyr ihre Krönung. Sie wurde neuerdings Doppelweltmeisterin im Faltboot-Einer und in der Mannschaft. Dann zog sie sich aus dem Leistungssport zurück, gründete eine Familie und widmete sich dem Segeln, Tennis und Bergsteigen.

Schon 1934 gehörte sie zu den ersten Steyrer Faltbootfahrern, damals bei Amateure. Mit der Mitgliedsnummer 23 zählte sie 1947 zu den Gründern von „Forelle“ Steyr, wo sie großen Anteil am raketenhaften Aufstieg des Klubs hatte. Sie war als makellose Sportlerin ein Vorbild in der sportbegeisterten Eisenstadt.

Auszeichnungen:

Goldenes Ehrenzeichen vom ICF, dem Land OÖ, der Stadt Steyr, des ASVÖ und von „Forelle“

Gerti Pertlwieser

Medal record
Women’s canoe slalom
World Championships
Gold 1949 Geneva Folding K-1 team
Gold 1951 Steyr Folding K-1
Gold 1951 Steyr Folding K-1 team
Bronze 1949 Geneva Folding K-1

Gerti Pertlwieser is an Austrian slalom canoer who competed in the late 1940s and early 1950s. She won two medals in the folding K-1 event at the ICF Canoe Slalom World Championships with a gold in 1951 and a bronze in 1949.

Aus der Vereinsgeschichte der „Forelle“

Boote wurden selbst gebaut und Gerti Pertlwieser wurde 1949 bei der erstmals ausgetragenen Weltmeisterschaft im Slalom (in Genf) in der Mannschaft Weltmeisterin. Othmar Eiterer, aus Steyr, ab 1950 ebenfalls Mitglied der Forelle wurde ebendort der erste Slalom Weltmeister der Geschichte.

Die Ausrichtung der 2. Slalom Weltmeisterschaft war der Forelle zugesprochen worden und 1951 fanden sich über 100 Teilnehmer aus 11 Nationen zu einer denkwürdigen Veranstaltung beim Kugelfangwehr an der Steyr.

Die Steyr führte Hochwasser und nachdem von den ersten 16 Startern nur zwei das Ziel erreichten, wurde abgebrochen. Am nächsten Tag bei Normalwasser dominierten die Österreicherinnen und Österreicher die WM.

Unsere Gerti Pertlwieser wurde Weltmeisterin im Einzel und in der Mannschaft, Othmar Eiterer war einer der sieben Österreicher unter den ersten acht, zwei weitere ebenfalls von der Forelle  und Mannschaftsweltmeister. (Weltmeister Hans Frühwirth aus Hainburg)

Bildershow:   

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Erste Weltmeisterschaft in Genf 1949,
die ersten Slalomweltmeister sind Österreicher

Die erste Weltmeisterschaft fand 1949 in Genf statt und die ersten Weltmeister bei den Frauen und Männern im Faltboot waren: Hedi Pillwein (SWW Wien) vor der späteren Seriensiegerin Fritzi Schwingl (die ein Jahr zuvor in London über 500 m die Bronzemedaille gewonnen hatte) und der Steyrerin Gerti Pertlwieser aus Steyr.
Othmar Eiterer, ebenfalls aus Steyr, siegte vor dem Hainburger Hans Frühwirth und dem Schweizer Werner Zimmermann.
Pertlwieser, Schwingl und Pillwein gewannen auch die Mannschaft der Damen während der erste Herren-Mannschaftsweltmeister von der Schweiz vor den Österreichern gestellt wurde.
Es waren also die Begründernationen, die am Anfang dominierten, doch sollte erwähnt werden, daß die Deutschen erst ab 1951 wieder im internationalen Kanusport antreten durften.
Die beiden Kanadierklassen wurden von Franzosen gewonnen.

Zweite Weltmeisterschaft in Steyr 1951 – Traumresultate
Der Kanuverein Forelle Steyr war es auch, die 1951 die zweiten Weltmeisterschaften ausrichten durfte, Weltmeisterschaften, die mit einem Ergebnis endeten wie es nur mehr unsere Skifahrer zustande bringen: 3 Österreicherinnen unter den ersten vier, 7 (sieben !) Österreicher unter den ersten 8.
Am Start waren 58 Herren aus 11 Nationen, wenn man Deutschland Ost und West getrennt zählt, 20 Damen, 10 C 1 Fahrer und 14 C 2 Fahrerinnen und Fahrer, denn damals konnte auch gemischt werden (Monsieur und Madame Gavinet René aus Frankreich zum Beispiel).
Weltmeisterin wurde Gerti Pertlwieser von der Forelle Steyr vor Fritzi Schwingl und der Deutschen Reifinger.
Bei den Herren siegte Hans Frühwirth (Naturfreunde Hainburg) vor Rudi Pillwein(SSW Wien) und dem Innsbrucker Rudolf Sausgruber. Auch in den Mannschaftsbewerben wurden die Österreicherinnen und Österreicher Weltmeister. Ein Triumph vor angeblich 10000 Zuschauern, die nicht nur die errichteten Tribünen, sondern auch die Hänge der Christkindlleiten entlang der Steyr bevölkerten und das größte Nachkriegsereignis feierten.

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