Georg Mauritius

(1539 – 1610)

 Rektor der protestantischen Lateinschule, Lehrer und Dichter

  • geboren am 13.12.1539
  • verstorben am  30.12.1610

Magister Georg Mauritius war einer der Rektoren der protestantischen Lateinschule in Steyr (die während seiner Amtszeit im Dominikanerkloster untergebracht war) und ein wegen seiner Gelehrsamkeit berühmter Mann, der durch 28 Jahre die Jugend unterrichtete. In einem Gedicht beschrieb er die größte Hochwasser-Katastrophe, die Steyr je erlebt hat (8.7.1572), bei der die Fluten der Enns den Stadtplatz und Enge Gasse überschwemmten und neben vielen Gebäuden die Neutorbastei, die Stadtmauer am linken Ennsufer und die Lateinschule zum Einsturz brachten.

Nach Georg Mauritius wurde um 1937 in der Steyrer Schlüsselhofsiedlung eine Straße benannt.

  • Quelle: Ex Wikipedia:

Georg Mauritius

Georg Mauritius (auch: Moritz; * 13. Dezember 1539 in Nürnberg; † 30. Dezember 1610 ebenda) war ein deutscher Pädagoge, lateinischer Dichter und Dramatiker.

Leben

Mauritius stammte aus ärmlichen Verhältnissen und konnte sich durch unermüdlichen Fleiß emporarbeiten. So studierte er seit 1559 an der Universität Wittenberg, erwarb sich dort am 17. Februar 1562 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie und fand als Adjunkt Zugang zum Senat der philosophischen Fakultät.

1572 wurde er Rektor der Schule in Steyr, von wo er nach Zwanzigjähriger Dienstzeit vertrieben wurde. Er kehrte zurück nach Wittenberg, ging 1600 als Rektor an die Nürnberger Schule zum heiligen Geist und verstarb an seinem Geburtsort. Mauritius hatte verschiedenen Gelegenheits- und Lehrgedichte hinterlassen. Bedeutender wurden jedoch seine Dramen.

Familie

Seine Erste Ehe ging er am 6. Juni 1569 mit Appolonia, der Tochter des Caspar Cruciger der Ältere, ein. Aus dieser Ehe sind die Söhne Georg Mauritus[1] und Kaspar[2] bekannt. Seine zweite Ehe ging er 1585 mit Gertraud, der Witwe des Predigers in Steyer Johann Schreyer, ein. Seine dritte Ehe schloss er mit Elisabeth NN. Die dritte Ehe schien nicht glücklich gewesen zu sein, da man der Frau verschiedene andere Affären nachsagte.

Werkauswahl

Elegia scripta ad Leonh. Tuchertum, Andreas im Hoff et Hier. Bomgartnerum, Patrios et Senatores primarios in inclyta Norimberga, lue ibidem graffante. Wittenberg 1563

  1. Elegia de causis admirandae unionis duarum      naturarum in Christo. Wittenberg      1565
  2. Progr.      In festo Angelorum. Wittenberg
  3. Carmen      gratulatorium. Wittenberg 1564
  4. Eine      christliche Comoedia von den jämmerlichen Fall und frölichen      Wiederbringung des menschlichen Geschlechts aus dem h. Bernhardo genommen      und in deutsche Verß gebracht. Leipzig 1606
  5. Comoedia      von David und Goliat. Leipzig 1606
  6. Comoedia      von den Weisen aus dem Morgenland.      Leipzig 1606
  7. Comoedia      vom Nabal. Leipzig 1607
  8. Comoedia      von dem Josaphat, König in Juda. Leipzig 1607
  9. Comoedia      von dem frommen Ezechia, König in Juda.      Leipzig 1607
  10. Comoedia      von Haman. Leipzig 1607
  11. Comoedia      von allerley Sünden. Leipzig 1607
  12. Comoedia      vom Schulwesen. Leipzig 1607
  13. Comoedia      von Graf Walther von Salutz und Grisolden.      Leipzig 1607

Literatur

Wilhelm Scherer: Mauritius, Georg der Aeltere. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 20, Duncker & Humblot, Leipzig 1884, S. 709 f.

  • Johann      Willibald Nagl, Jakob Zeidler, Eduard Castle: Deutsch-österreichische      Literaturgeschichte. C. Fromme, 1899
  • Christian      Conrad Nopitsch: Nürnbergisches Gelehrten-lexikon. Johann Leonhard      Sixt Lechner, Altdorf 1802, 5. Teil, erstes Supplement, S. 381 (GoogleBooks)
  • Theodor      Wotschke: Aus Wittenberger Kirchenbüchern. In: Archiv für      Reformationsgeschichte. (ARG) Jg. 29, 1932, S. 169–223
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