Anton Plochberger

K1024_Anton.Plochberger.Porträt (1823 – 1890)

Baumeister in Steyr

  • Geboren am 27. Jänner 1823 in Enns
  • Gestorben am 3. April 1890 in Steyr

Nachruf: Tod von Baumeister Anton Plochberger

  • Quelle:  „Alpenbote“ 6.4.1890, S.2-3

Der hochgeachtete und geschätzte Baumeister Anton Plochberger hat in einem Anfalle von Geistesstörung durch Erhängen seinem Leben ein Ende gemacht. Seit den Siebziger Jahren litt er an den furchtbaren Folgen des Beinfraß und er hatte vier lebensgefährliche Operationen durchgemacht.

Trotz seiner schweren Krankheit war Anton Plochberger unermüdlich in seinem Beruf tätig.

Plochberger.Dankanzeige.1890

Lebenslauf:

Anton Plochberger wurde am 27. Jänner 1823 in Enns geboren. Er übernahm das Geschäft seines Vaters zu Anfang der Fünfziger Jahre in Enns und führte daselbst sehr viele Neu- und Umbauten aus. Er genoss das Vertrauen des Fürsten Auersperg, der umliegenden Klöster und Privaten. Als die Elisabeth-Bahn gebaut wurde, baute er als Sub-Unternehmer mehrere Bahnhöfe. Er war ebenfalls als Sub-Unternehmer beim Bau der Cavallerie-Kaserne in Enns beschäftigt. Bei einem Brand in Enns holte er sich den Grund zu seinem nachträglichen langen Leiden.

1867 wurde er vom verstorbenen Herrn Generaldirektor Josef Werndl nach Steyr berufen, um in einer Reihe von Jahren fast sämtliche Fabriks-Objekte zu erbauen.

Bauten:

  • Außer den Fabriksbauten führte er den
  • Bau der Knaben-Volks- und Bürgerschule,
  • des Betriebs-Direktionsgebäudes,
  • der Josef Werndl´schen Villa und des dazugehörigen Glashauses,
  • der Villen Berger, Kutschera, Rolleder,
  • dann seiner eigenen geschmackvollen Häuser in der Preuenhubergasse,
  • einen großen Teils der Arbeiterhäuser,
  • dann sehr viele Wasserbauten und zahlreiche Adaptierungen aus.
  • Im Jahre 1887 übernahm er auch die Versetzarbeiten des Stadtpfarrturmes
  • 1888 wurde das „Gesellenhauss“ in Mittere Gasse 19 erbaut (heute: „Kolpinghaus“). Baubeginn war am 21. März 1888, Fertigstellung und Einweihung am 23. September 1888.

1888 übergab er das Geschäft seinem Sohn Franz X. Plochberger

Das Grab von Anton Plochberger befindet sich am evangelischen Friedhof Steyr.

27.1.1823 bis 3.4.1890

Diese Beschriftung ist auf der Rückseite des Grabsteins; auf der Vorderseite sind die Tochter und der Schwiegersohn (viele Jahre später) eingetragen.

Das Porträtfoto von Anton Plochberger stammt aus dem Besitz von Dr. Gerlinde Messner, die von ihrem Ururgroßvater noch eine lebhafte Erinnerung aus den Erzählungen der Großmutter hat. Der schwerkranke Anton Plochberger hatte noch 1890 eine Liste mit allen seinen Leiden handschriftlich angelegt.

Aus der Familienchronik von Plochberger:

 

Plochberger.Verwandtschaftsverhaeltnisse.text

Kommentar zu diesem „Stammbaum“:

„Als Ururenkelin von Anton Plochberger bin ich um Genauigkeit in Sachen Plochberger bemüht. Warum soll die oben genannte die 3. Generation sein? Zählt man die Baumeister, ist es die 4., zählt man alle zur Zeit bekannten, ist es mindestens die 5. Nicht nur Franz und Karl sind Kinder von Baumeister Franz Xaver Plochberger, sondern auch Ella, Maria und Alfred, siehe aufgelassene Plochberger Gruft. Das Geburtsdatum von Franz jun. war 1889. Karl ist als einziges Kind nicht in Steyr begraben.
Dr. Gerlinde Mühlbauer Messner“ (2016)

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