Wolfgang Lindner

Lindner.Titel

(um 1600)

Schulmeister und Chronist

Chronik von 1590 bis 1622

 2013 veröffentlichte Dr. R. Locicnik die Transkription des Werkes von Wolfgang Lindner 1590-1622. Darin wird die Geschichte der beiden Städte Waidhofen an der Ybbs und Steyr in der Reformationszeit dargestellt.

Wolfgang Lindner kam 1602 als Lehrer an die katholische Lateinschule in Steyr; er war bisher Schulmeister in Waidhofen an der Ybbs. Die katholische Schule ging auf die Initiative des Garstner Abtes Johann Wilhelm Heller zurück.  (nach: 66. Jahresbericht BRG Steyr 1948/49)

Zur Person von Wolfgang Lindner:

Aus:  Archiv der Diözese Linz 1909 (Konrad Schiffmann)

Über Wolfgang Lindner ist nur wenig zu eruieren. Er war lateinischer Schulmeister und kam 1590 als solcher nach Waidhofen an der Ybbs und 1603 in gleicher Eigenschaft nach Steyr, vom Abte des Stiftes Garsten berufen. Diese Angaben macht er selbst gelegentlich in seinen Annalen.  Er war verheiratet und wurde 1622 wegen Kränklichkeit seines Postens enthoben und auf Stiftskosten erhalten.  Sein Manuskript umfasste auch noch Ereignisse von 1623

Steyrs Stadtarchivar Raimund Locicnik mit den zwei neuen Publikationen. Steyrer Stadtarchivar Raimund Locicnik stellt „Die Chronik des Schulmeisters Wolfgang Lindner (1590-1622)“ vor.

STEYR. Das umfangreiche Werk „Die Chronik des Schulmeisters Wolfgang Lindner“ kann als Meilenstein in der historischen Aufarbeitung der beginnenden Gegenreformation in den Städten Steyr und Waidhofen/Ybbs bezeichnet werden.

„Verfasst vom Schulmeister Wolfgang Lindner im Zeitraum von 1590 bis 1622 lag das Manuskript ursprünglich als lateinisches Textkonvolut bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schublade“, erzählt Historiker Raimund Locicnik, mehrfacher Buchautor und Leiter des Stadtarchivs Steyr. Erst Konrad Schiffmann konnte durch die Veröffentlichung des lateinischen Originals einen kleinen Kreis an Wissenschaftern für das Werk interessieren.

Anfang der 1960er Jahre machte sich der ehemalige Chefredakteur der Steyrer Zeitung, Josef Moser, die Mühe, den Text in akribischer Detailarbeit zu übersetzen. „Leider fand seine großartige Arbeit keinen Verleger und blieb daher weiter der Öffentlichkeit vorenthalten“, sagt Locicnik.

Vor knapp zwei Jahren gelang es in vorbildlicher Zusammenarbeit zwischen der Familie Moser, dem Institut für österreichische Geschichtsforschung, den Stadtarchiven Steyr und Waidhofen/Ybbs sowie dem Verein für die Landeskunde von Niederösterreich, die Chronik zu kommentieren, redigieren und herauszugeben.

Die pointierten und durchaus persönlich gehaltenen Aufzeichnungen des Schulmeisters Lindner werden in dem Band mit zahlreichen Illustrationen verdichtet und durch den profunden Kommentar von Barbara Weber und Martin Scheutz zu einer Pflichtlektüre für jeden Historiker und Heimatforscher.

Buchpräsentation

„Die Annalen des Schulmeisters Wolfgang Lindner“ und „Jahrbuchs des Stadtarchivs Steyr 2011“ werden am Montag, 26. November 2012, um 19 Uhr im Dominikanersaal Steyr vorgestellt. Musikalische Umrahmung: Duo La Perla.

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