Alois Leopold Anton

Kopia.Anton

(1822 – 1878)

Chronist und  Ehrenbürger von Steyr

  • Geboren am 14. 11. 1822 in Steyr
  • Gestorben am 9.6.1878 in Wien

Alois Leopold Anton schrieb 1867 eine Chronik von der Stadt Steyr für die Jahre 1836 bis 1860.

Titel der Chronik:

Steyer´s Chronik

vom Jahre 1836 bis zu Ende des Jahres 1860.

Verfahst von Alois Leopold Anton Weltpriester

1867

Im Kapitel zur „Altkatholischen Bewegung“ in Steyr schreib M. Brandl (Neue Geschichte von Steyr) S. 268 über Alois Antons Tätigkeit als Journalist:

„Der katholikenfeindliche Alpen-Bote ergriff Partei für die Altkatholiken, nicht zuletzt infolge der journalistischen Mitarbeit von Alois Anton. Dieser wurde sehr bekannt. In Steyr 1824 (=falsch, eig. 1822) geboren und 1850 für die Linzer Diözese zum Priester geweiht, wurde ihm für eine Chronik von Steyr das Ehrenbürgerrecht verliehen. Nachdem er einige Jahre in Steyr und dann in Sarmingstein tätig war, verzichtete er mit dem 8. November 1869 auf seine geistlichen Funktionen und ging nach Wien-Penzing. 1871 wurde er Führer des Wiener Altkatholizismus udn wirkte als solcher bis zu seinem Tod am 9. Juni 1878. Ursache seines Kirchenaustritts war vielleicht ein mit dem damaligen Priesterideal nicht vereinbarliches Leben.“ (Brandl)

Der „Alpen-Bote“ vom 18.11.1869 berichtet über den Austritt von Alois Anton als Priester.

„Beneficiat Alois Anton, Ehrenbürger von Steyr, in letzter Zeit Expositus in Sarmingstein bei Grein, hat dem in Wien erscheinden „Freimüthigen“ zufolge ein Absageschreiben an das bischöfliche Ordinariat in Linz gerichtet. Herr Alois Anton erklärt in diesem Schreiben, dass er angesichts der verfassungsfeindlichen agitatorischen Haltung des hohen Clerus, angesichts des Concils, das Theorien dogmatisieren will, die weder in den beiden Testamenten noch von Kirchenvätern sichthältig begründet sind, angesichts des geplanten Cäsaro-Papismus in der Kirche, … als Priester zurücktritt.“

1869.18.11.Alpenbote.Benefiziat

Anton.Profess.Alpenbote.11.8.1872

Profess von Anton, „Alpen-Bote“ 11.8.1872

Der „Alpen-Bote“ berichtet am 13. Juni 1878 vom unerwarteten Tod von Alois Anton.

„Tod Alois Anton. Der Begründer und seinerzeit eifrigste Verfechter des Altkatholizismus in Wien, Alois Anton, ist am Pfingstsonntag, den 9. Juni 1878 unerwartet und plötzlich an derselben Stelle, wo er Jahre hindurch gewirkt, in der Salvatorkirche, einem Herzschlage erlegen.

Alois Anton ist bekanntlich ein geborener Steyrer. Sohn des vormaligen Meßners an der hiesigen Stadtpfarrkirche und widmete sich nach vollendetem Studium in Kremsmünster dem geistlichen Stande. Von umfassender Bildung und gründlichem Wissen, insbesondere auf geschichtlichem und philosophischem Gebiete, war er bald literarisch, zuletzt in der Redaktion der „Vorstadt-Zeitung“ tätig, auch langjähriger Mitarbeiter des „Alpen-Boten“.  Die Verkündigung des Dogmas der Unfehlbarkeit vollendet endlich den Bruch mit seinem früheren Leben und seinem Stande.“

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