Heinrich Schwarz

1984 - Bgm.Schwarz Heinrich

 (1932 – 2018)

Bürgermeister 1984 – 1991

Förderer der Jugend, sozialer Einrichtungen aber auch des wirtschaftlichen Gedeihens der Stadt. Verfechter der Toleranz im sozialen Zusammenleben.

Lebenslauf: Geboren am 28.5.1932, aufgewachsen in den Notjahren der Vorkriegs- und Weltkriegszeit, begann Heinrich Schwarz nach dem Ende der Schulpflicht die Lehre für Maschinenschlosser in den Steyr-Werken und schloss seine Berufsausbildung 1951 mit der Facharbeiterprüfung ab. Heinrich Schwarz trat 1952 in den Dienst des Arbeitsamtes Steyr, legte die B-Matura-Prüfung ab und stieg im Amt zum Abteilungsleiter dieser Behörde auf.
Aus der am 8.6.1957 geschlossenen Ehe mit Annemarie, geb. Liehs, entsprossen drei Kinder: Ursula, Gerhard (mit sieben Jahren tödlich verunglückt) und Thomas.
Politischer Werdegang: Geprägt von den Eindrücken der Kriegszeit, schloss sich Heinrich Schwarz schon in den ersten Nachkriegsjahren der sozialdemokratischen Jugendorganisation der Kinderfreunde an und wurde bald zum führenden Funktionär dieses Vereins in Steyr. 1967 wurde Heinrich Schwarz als Vertreter der SPÖ in den Gemeinderat der Stadt Steyr gewählt, 1973 Stadtrat sowie 1974 als Vizebürgermeister bestellt. Am 10. Jänner 1984 folgte Heinrich Schwarz dem bisherigen Bürgermeister Franz Weiss als Bürgermeister nach und übte das Amt des Stadtoberhaupts bis 1991 aus.
Sein besonderes Augenmerk galt der Förderung der Jugend im Bereich der Schule, der Berufsausbildung und auch des Sports wie auch der Unterstützung von Mitbürgern in Notlagen – so auch im Rahmen der Organisation der Österreichischen Volkshilfe. Geprägt von den Kindheitserlebnissen in der Zeit totalitärer Regime, war seine Amtsführung stets vom Gedanken der Toleranz, des Ausgleichs im städtischen Zusammenleben im Interesse aller Mitbürger getragen. So wurde er immer wieder zum Mahner gegen die Unmenschlichkeit vergangener Epochen.

Es war ihm auch ein hervorragendes Anliegen, dass die Steyr-Daimler-Puch A.G. im Standort Steyr eine neue Lehrwerkstätte errichtete, die somit nach wie vor den beruflichen Werdegang der Steyrer Jugend besonders unterstützt. Heinrich Schwarz trieb für leistbares Wohnen den sozialen Wohnbau weiter voran, und auch der Ausbau der Sportanlagen auf der Rennbahn wie auch in anderen Stadtteilen fällt in seine Amtszeit. Er behielt zur Förderung der wirtschaftlichen Prosperität der Stadt auch immer das Wohl der Steyrer Großbetriebe im Auge. In die Amtszeit von Bürgermeister Schwarz fiel auch die Fertigstellung des sog. „Wehrgrabentunnels“, der den städtischen Verkehrsring schloss und damit eine gravierende Verbesserung im städtischen Verkehr brachte. Auch im Bereich der Abwasserversorgung der Stadt wurden in der Ära Schwarz wesentliche Bauprojekte verwirklicht. Ebenso fällt in seine Amtszeit auch die Eröffnung des Museums Arbeitswelt, dessen Leitgedanke – Darstellung der Geschichte und Sorgen der arbeitenden Menschen – immer auch das Anliegen von Heinrich Schwarz blieb.

Neben seinem Amt als Bürgermeister war Heinrich Schwarz durch Jahrzehnte auch Bezirksstellenleiter der Österreichischen Roten Kreuzes, und war ihm die Förderung dieser Institution immer ein besonderes Anliegen.

Für seine umsichtige Amtsführung wurde Bürgermeister a.D. Heinrich Schwarz neben weiteren Auszeichnungen am 15.3.1992 mit der Verleihung der Ehrenbürgerwürde der Stadt Steyr ausgezeichnet, und er war auch Träger der Victor-Adler-Plakette, der höchsten Würdigung durch die SPÖ.

Gezeichnet von seiner langjährigen Krankheit, verschied Heinrich Schwarz am 9.Februr 2018 im Alter von 85 Jahren. Die Verabschiedung fand am 16.Februar unter reger Anteilnahme der Bevölkerung sowie großer Delegationen des Roten Kreuzes, der Freiwilligen Feuerwehr und der Österreichischen Kinderfreunde in der Feuerhalle des Krematoriums von Steyr statt. Die Trauerrede hielt der Bürgermeister der Stadt Steyr, Gerald Hackl. Unter den Trauergästen fanden sich auch der emeritierte Bischof der Diözese Linz, Maximilian Aichern, wie auch Vertreter anderer Parteien der Stadt ein. Die Urne des Verstorbenen wurde im Urnenhain von Steyr beigesetzt.

(Zusammenstellung:  Heinz Kern)

 

Presseaussendung „SPÖ trauert um Alt-Bürgermeister Schwarz“ auf e-Steyr.com (10.2.2018) (http://www.e-steyr.com/steyr-news/newsblog/7190-spoe-trauert-um-alt-buergermeister-schwarz)

STEYR. Die SPÖ trauert um Bürgermeister in Ruhe Heinrich Schwarz. Er starb am 9. Februar im Alter von 85 Jahren. „Heinrich Schwarz war eine verdienstvolle, von Humanismus und Bescheidenheit geprägte Persönlichkeit. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Anni und der Familie“, so SPÖ-Bezirksparteivorsitzender Nationalratsabgeordneter Markus Vogl.

Bürgermeister Gerald Hackl sagt: „Heinrich Schwarz bleibt als eine der angesehensten Persönlichkeiten unserer Stadt in Erinnerung. Er widmete sich mit ganzem Herzen den Anliegen der Bevölkerung.

Heinrich Schwarz wurde am 28. Mai 1932 in Steyr geboren. Bereits mit 13 Jahren war er in sozialdemokratischen Jugendorganisationen aktiv. 1967 zog er für die SPÖ in den Gemeinderat ein. 1973 wurde der leidenschaftliche Kommunalpolitiker Stadtrat und 1974 Vize-Bürgermeister. Am 10. Jänner 1984 erfolgte die Wahl zum Bürgermeister. Dieses Amt übte er bis 1991 mit der ihm eigenen Toleranz und mit Verständnis für die Anliegen der Steyrerinnen und Steyrer aus.

Heinrich Schwarz war Steyrer Ehrenbürger. Die SPÖ würdigte sein Wirken und sein vorbildliches Engagement mit der Verleihung der Victor-Adler-Plakette, der höchsten Auszeichnung der Sozialdemokratie. Er war zudem Träger hoher Auszeichnungen.

In Steyr setzte sich Heinrich Schwarz während seiner Amtszeit besonders für Schulen, Sport und Kultur ein. So entstand die Bezirkssportanlage am Rennbahnweg während seiner Ära, ebenso wurden die anderen Sportstätten saniert.
Die in seine Amtszeit fallenden wirtschaftlichen Veränderungen in den damaligen Steyr-Werken, dem Leitbetrieb in der Region, veranlassten Heinrich Schwarz, sich vehement und erfolgreich für die Errichtung der Lehrwerkstätte beim Nachfolgebetrieb Steyr-Nutzfahrzeuge einzusetzen.

Ebenso engagierte er sich ehrenamtlich, unter anderem für die Kinderfreunde, deren Bezirksvorsitzender er war, und für den ASKÖ-Verein ASV Bewegung.

 

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