Wenzel Wenhart

(1834 – 1912)

Direktor der Volksschule Aichet und Ehrenbürger der Stadt Steyr, Heimatdichter

Ehrenbürgerschaft für Direktor Wenhart

  • Quelle: Steyrer Kalender 1904, S. 177

Volksschuldirektor Wenzel Wenhart wurde in besonderer Anerkennung seiner Verdienste um das Schulwesen in Steyr zum Ehrenbürger der Stadt ernannt.

Am 31. August (1902) vollendete Wenhart das 50. Jahr seiner Berufstätigkeit. An der Aichetschule wirkte er seit Oktober 1854.

Von 1871 bis 1880 gehörte er dem Gemeinderat an und war sechs Jahre lang Obmann der Schul- und Armensektion und von 1870 bis 1897 Mitglied des k.k. Stadtschulrates.

Auszeichnungen:

  • Besitzer des goldenen Verdienstkreuzes
  • Träger der Ehrenmedaille für 40jährige treue Dienstleistung

Die „Steyrer Liedertafel“ brachte ihm als langjährigem Mitglied aus Anlass der Ernennung zum Ehrenbürger der Stadt Steyr eine Serenade dar.

In der Volksschule Aichet wurde dem Schuldirektor am 15. Juli 1902 nach dem Dankgottesdienst zum Schluss des Schuljahres von Seite der Lehrer und der Schülerinnen der 5. Klasse eine herzliche Jubiläumsfeier veranstaltet.

Den gefeierten Ehrenbürger traf durch den Tod seiner am 30. August verstorbenen Gattin Rosalie Wenhart tiefe Trauer. Anfang September 1902 erteilte der Landesausschuss für OÖ seine Zustimmung zur Pensionierung von Wenhart.

 

Wenhart-Straße:

Quelle: http://www.steyr.at/system/web/zusatzseite.aspx?detailonr=219065839

Wenhartstraße in Reichenschwall; von Reichenschwall zur J.Krakowitzer Straße.

Wenzel Wenhart (1834-1912) war Direktor an der Pfarrhauptschule in Aichet (1863-1903) und Mitglied des Gemeinderates (1871-1880). Auf Grund seiner verdienstvollen Tätigkeit auf dem Gebiete des Schulwesens und im öffentlichen Leben erfolgte 1903 seine Ernennung zum Ehrenbürger. Er veröffentlichte drei Gedichtbände: „Bilder aus Steyr und Umgebung“, „Efeuranken“ und „Sinngrün“.

 

http://www.kohoutikriz.org/data/w_wenha.php  Gedichte von Wenhart

 

WENZEL WENHART

Gedichte auf der tschechischen Web-Site: http://www.kohoutikriz.org/data/w_wenha.php 

Jauchz‘ auf, meine Seele, der Frühling ist da!  

Jásej, má duše, zas jaro tu je!

 

Jauchz‘ auf, meine Seele, der Frühling ist da!

So herrlich, wie nie ihn mein Auge noch sah;

Ein blühender Jüngling im schmucken Gewand,

durchzieht er die Fluren mit segnender Hand!

 

Jauchz‘ auf, meine Seele, der Frühling ist da!

Schickt aus seine Boten in Fern und in Nah:

Die würzigen Lüfte mit freundlichem Gruß,

Die Strahlen der Sonne mit feurigem Kuss!

 

Jauchz‘ auf, meine Seele, der Frühling ist da!

Stimm‘ freudig mit ein in das Halleluja,

Das jetzt von den Sängern in Feld und in Wald

In tausend und tausend Akkorden erschallt!

 

Jauchz‘ auf, meine Seele, der Frühling ist da!

Vergiss, was im Winter dir Leides geschah!

Lass grünen der Hoffnung beglückendes Reis

Und singe und rühme des Ewigen Preis! 

 

Jásej, má duše, zas jaro tu je,

jak nikdy snad oči mé oblažuje

to kvetoucí mládí v svém pestrém šatě

zas žehná lučinám přebohatě!

 

Jásej, má duše, zas jaro tu je,

jak radostná zvěst opět nebem pluje,

a vůně zemitá tvář mi hladí

a slunce plane jako samo mládí.

 

Jásej, má duše, zas jaro tu je,

aleluja kraj celý preluduje

a z polí i lesů se pozvedá hlas

a v tisíci tónů obklopí nás!

 

Jásej, má duše, zas jaro tu je,

zapomeň na zimu, mrazné sluje.

Nech naději volně se zazelenat,

v radosti věčné je všech písní cena! 

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Stephan Radinger

(1914 – 2005)

Professor am Gymnasium Steyr, Landesschulinspektor und Politiker

 

  • Geboren am 20. Oktober 1914 in Steyr
  • Gestorben am  6. Dezember 2005 in Steyr

Leben

Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Erlangen der Matura, im Jahr 1933, studierte Radinger Erziehungswissenschaft an der Universität Wien. Als Professor für Latein und Englisch fand er danach Arbeit am Gymnasium in Steyr.

1967 wurde Radinger zum Landesschulinspektor für Oberösterreich ernannt und ihm der Titel Hofrat verliehen.

1959 wurde Radinger für die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) in den Gemeinderat von Steyr gewählt, dem er bis 1968 angehörte. Zuletzt übte er von 1967 bis 1968 das Amt des Vizebürgermeisters der Bezirkshauptstadt aus. Im Oktober 1968 wurde Radinger Abgeordneter seiner Partei, der SPÖ, zum Nationalrat, wo er elf Jahre lang, bis Juni 1979, ein Mandat innehatte. Gleichzeitig wurde Radinger Mitglied im Europarat in Straßburg, dem der SP-Politiker von Juli 1970 bis Oktober 1979 angehörte.

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  • Quelle: Steyrer Kalender 1979

15. Juni 1978: Der Abgeordnete zum Nationalrat Landesschulrat Prof. Stephan Radinger, der im Mai 1978 vom Bundespräsidenten mit dem großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ausgezeichnet worden ist, wurde zum Präsidenten der Kommission für Bevölkerungs-, Flüchtlings- und Gastarbeiterfragen beim Europarat in Straßburg gewählt.

Lebenslauf

Geb.: 20.10.1914, Steyr
Verst.: 06.12.2005, Steyr
Beruf: Landesschulinspektor

Politische Mandate

  • Abgeordneter zum Nationalrat (XI.–XIV. GP), SPÖ
    18.10.1968 – 04.06.1979

Politische Funktionen

  • Mitglied des Gemeinderates der Stadt Steyr 1959
  • Stadtrat 1961
  • Bürgermeister-Stellvertreter der Stadt Steyr 1967–1968

Beruflicher Werdegang

  • Landesschulinspektor
  • Gymnasialprofessor bis 1967
  • Hofrat

Bildungsweg

  • Lehramt für höhere Schulen
  • Universität Wien (phil. Fakultät)
  • Gymnasium (Matura 1933)
  • Volksschule

Quelle: http://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_01503/

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Othmar Eiterer

(1928 – 1997)

Slalom-Kajak-Weltmeister 1949 und 1951

Sowohl im Wildwasser wie auch im Flachwasser-bereich. Boote wurden selbst gebaut und Gerti Pertlwieser wurde 1949 bei der erstmals ausgetragenen Weltmeisterschaft im Slalom (in Genf) in der Mannschaft Weltmeisterin. Othmar Eiterer, aus Steyr, ab 1950 ebenfalls Mitglied der Forelle wurde ebendort der erste Slalom Weltmeister der Geschichte.

Die Ausrichtung der 2. Slalom Weltmeisterschaft war der Forelle zugesprochen worden und 1951 fanden sich über 100 Teilnehmer aus 11 Nationen zu einer denkwürdigen Veranstaltung beim Kugelfangwehr an der Steyr.

Die Steyr führte Hochwasser und nachdem von den ersten 16 Startern nur zwei das Ziel erreichten, wurde abgebrochen. Am nächsten Tag bei Normalwasser dominierten die Österreicherinnen und Österreicher die WM.

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Unsere Gerti Pertlwieser wurde Weltmeisterin im Einzel und in der Mannschaft, Othmar Eiterer war einer der sieben Österreicher unter den ersten acht, zwei weitere ebenfalls von der Forelle  und Mannschaftsweltmeister. (Weltmeister Hans Frühwirth aus Hainburg)

Othmar Eiterer

  • From Wikipedia, the free encyclopedia
Medal record
Men’s slalom canoeing
World Championships
Gold 1949 Geneva Folding K-1
Gold 1951 Steyr Folding K-1 team

Othmar Eiterer is an Austrian slalom canoer who competed in the 1940s and 1950s. He won a gold medal in the folding K-1 event at the 1949 ICF Canoe Slalom World Championships in Geneva.

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Leopold Anzengruber

(1912 – 1979)

Keramikbildhauer und Keramikwerkstätte

  • Geboren am 30.März 1912 in Steyr
  • Gestorben am 20. Juli 1979 in Wien

ANZENGRUBER KERAMIK WIEN

Leopold Anzengruber, am 30. März 1912 in Steyr, Oberösterreich, geboren, lernte die Keramik und ihre Techniken in Florenz kennen, wo er einige Jahre nach Beendigung seiner Schulzeit lebte, bis er 1942 nach Österreich zurückkehrte.

1948 übernahm Leopold Anzengruber die Keramikwerkstatt von Gusti Mundt-Amann in Wien 2, Boecklinstraße 49. Schon in dieser Zeit ist der typische Stil des Leopold Anzengruber erkennbar, es herrschte reges Interesse an seinen Keramiken, das Geschäft florierte. Als 1951 eine Bekannte Leopold Anzengrubers selbstmodellierte Krippenfiguren zum Brennen in seine Firma brachte, weckte die Figur des Mohrenkönigs reges Interesse bei ihm. Diese Inspiration führte in der Folge zum Entwurf zahlreicher Neger- und Afrikanerfiguren in den verschiedensten Varianten. Der künftige Verkaufsschlager war gefunden. Für Leopold Anzengruber und die Anzengruber Keramik folgte durch die sogenannte „Negeridee“ eine Zeit der absoluten Hochblüte. Im Jahr 1958 beschäftigte die Firma 96 Personen.

Weiters wurden handmodellierte Figurengruppen, Tiere und Kleinplastiken hergestellt, die sich durch ihre Herstellungsweise sowie die handwerkliche und technische Umsetzung auszeichnen. Zuerst wurde im typischen Stil der 1950er-Jahre produziert, der jedoch von Leopold Anzengruber in einzigartiger Weise umgesetzt wurde. Mit den Veränderungen, die die Zeit mit sich brachte, änderte sich auch das Herstellungsprogramm der Anzengruber Keramik, der unverkennbare Stil blieb aber dennoch erhalten, er wurde lediglich dem Zeitstil angepasst.

Der unerwartete Tod Leopold Anzengrubers am 20. Juli 1979 führte zum raschen Ende der Firma.

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Ausstellung in Weitersfelden, Weihnachtsmuseum

  •  ANZENGRUBER – KERAMIK – WIEN
  • 26.10.2010 – 25.10.2011, Weitersfelden, Weihnachtsmuseum

Quelle: http://www.ooemuseumsverbund.at/verbund/veranstaltungen/10_anzengruber_-_keramik_-_wien

Neben unzähligen schönen Dingen rund um das Weihnachtsfest vergangener Zeiten, sehen Sie auch heuer wieder eine Sonderausstellung im Weihnachtsmuseum:

Gezeigt wird eine hochinteressante und bei Sammlern heiß begehrte Keramik aus den 1950er Jahren, nämlich Leopold Anzengruber wurde 1912 bei Steyr geboren und beschäftigte sich ua. in Italien intensiv mit dieser alten Kulturtechnik.

1949 gründete er nach bestandener Meisterprüfung seine eigene Keramik-Firma in Wien.

Der große Erfolg von Leopold Anzengruber dürfte in seinem Blick für das Wesentliche begründet sein. In seiner teilweise naturalistischen aber zum Teil auch stilisierten Darstellung hat er sozusagen „den Nagel auf den Kopf getroffen“.

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Ludwig Schedlberger

(1891 – 1953)

Kaufmann, Graphiker und Maler in Steyr

  • Geboren am 30.10.1891
  • Gestorben am 11.4.1953

Nachruf im Steyrer Kalender 1954

Der bekannte Steyrer Kunstmaler und Graphiker Ludwig Schedlberger verstarb am 11.April 1953 im Alter von 62 Jahren.  Von Beruf Kaufmann, hat er sein Leben mit Pinsel und Bleistift die Schönheiten der Stadt Steyr und der weiteren Umgebung dargestellt.

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Dr. Richard Klunzinger

(1865 – 1941)

Mediziner, Fotograf, Heimatforscher und Maler in Steyr

  • Geboren am 2.2.1865 in Ungarn
  • Gestorben am 31.8.1941 in Steyr
  • Quelle: Jahrbuch des Kreises Steyr 1942

Nachruf: Zum Tode von Medizinalrat Dr. Richard Klunzinger

Dr. Klunzinger wurde in Ungarn geboren. Sein Vater, Paul Klunzinger, war Eisenbahn- und Wasserbauingenieur und leitete im Komitat Eisenburg an der Raab einen großen Eisenbahnbau, wo der Sohn Richard am 2.2.1865 geboren wurde. Die Eltern waren von Geburt Schwaben. Die künstlerische Ader dürfte auf den Großvater zurückgehen, der ein hervorragender Architekt in Stuttgart war. Richard Klunzinger besuchte das Gymnasium in Wien und kam in der Oberstufe nach Kremsmünster, wo er 1885 maturierte. Dann folgte das Medizinstudium in Wien, wo er 1892 das Doktorat absolvierte. In den folgenden Jahren war er Assistent des berühmten Operateurs Dr. Brenner d.Ä. im Allgemeinen Krankenhaus in Linz. Dann kam er an die Frauenklinik in Linz und eröffnete 1895 in Steyr seine Praxis. Diese betrieb er bis in den Juni 1940.

Die Ordination war zunächst im „Goldenen Pflug“ in der Sierningerstraße, später im „Stalzerhaus“ in der Enge, dann im Meditz-Haus.

Im November 1911 bezog er in der Schlüsselhofgasse 18 das neu errichtete Eigenheim. Seine Ordination befand sich im Haus Michaelerplatz 13, dem ehem. Schulgebäude der Jesuiten, das später Wohnhaus von Josef Werndls Mutter bzw. von Ernst Werndl war und nunmehr im Besitz der Familiennachkommen Polanz ist

Während seiner ärztlichen Tätigkeit versorgte er über 2000 Geburten.

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Er hatte auch eine Reihe Kohlezeichnungen und Aquarelle der Stadt angefertigt, die die alten Stadtgebäude in ihrer Ursprünglichkeit zeigen. Außerdem legte er eine Reihe von Diapositiven der Naturdenkmale der Stadt und des Kreises an.

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Eduard Klell

(1924 -2008)

„Maler des Phantastischen“

  •  Geboren am 16. 8. 1924 in Steyr
  • Gestorben am 18.3. 2008 in Völs

 Maler Eduard Klell ist tot

  • Quelle: Der Standard. Redaktion, 25. März 2008 13:52

Der gebürtige Oberösterreicher und „Maler des Pahantastischen“ Eduard Klell ist im Alter von 83 Jahren in Tirol gestorben

Innsbruck.- Der gebürtige Oberösterreicher Eduard Klell, der als Maler des Phantastischen bekannt wurde, ist im 84. Lebensjahr in Tirol gestorben. Dies teilte seine Familie am Dienstag mit. Bald nach seiner Übersiedlung nach Innsbruck (1950) nach den Jahren an der Wiener Akademie wandte sich der gebürtige Steyrer vom Expressionismus an den Grenzen zur Gegenstandslosigkeit ab und dem phantastisch-analytischen Prinzip zu. Mit der von ihm weiterentwickelten Harzöllasurtechnik gab er seinen Gemälden die charakteristische außerordentliche farbliche Leuchtkraft und Intensität. Im Zentrum seines Schaffens stand der Mensch, insbesondere die weibliche Figur, der er durch formale Überbetonung und Übersteigerung einzelner Körperpartien eine besondere Bedeutungsperspektive zuschrieb.

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Seine technische Perfektion und die Vertrautheit mit Mythologie und Tiefenströmungen der Kunst stellten seine Werke – auch Naturstudien und Stilleben, Radierungen und Zeichnungen – in einen internationalen Zusammenhang, der in Galerien, Ausstellungen und Sammlungen in Amerika und Europa große Resonanz fand – zuletzt 2007 in einer Gemeinschaftsausstellung im Innsbrucker Landesmuseum.(APA)

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