Caspar Thierfelder

Titel Thierfelder Rechenbuch 1587

Um 1525 – um 1594

Schul- und Rechenmeister in Steyr

 

Bild: Gedrucktes Rechenbuch 1587 von Thierfelder

  • Geboren angeblich 1525
  • Gestorben wahrscheinlich 1594 in Steyr

Kurze Biografie nach den Angaben auf Wikipedia (eingesehen Mai 2017): Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Caspar_Thierfelder

Über Thierfelders Leben ist wenig bekannt, er wirkte zur Mitte des 16. Jahrhunderts als Rechenmeister in Freiberg. Im Jahre 1564 veröffentlichte Thierfelder zusammen mit einem weiteren Freiberger Rechenmeister, Oswald Ullmann, bei Bärwald in Leipzig ein Rechenbuch. Wenig später verließ Thierfelder die sächsische Bergstadt und ging nach Österreich. Als Grund für den Weggang benannte er seinen fehlenden Unterhalt wegen des Wegsterbens der meisten Schüler.

Im März 1567 wurde Thierfelder zum Schul- und Rechenmeister zu Steyr bestellt. Neben einem festen Sold gewährte ihm die Stadt eine freie Wohnung und Beholzung sowie zwei Stuben zur Schulhaltung. Viele seiner Rechenaufgaben bezogen sich praxisnah auf den Verkauf von Eisenwaren aus Steyr nach Venedig.[2] Die letzte Erwähnung Caspar Thierfelders datiert von 1594, es wird angenommen, dass er in diesem Jahre verstarb.

Caspar Thierfelder hatte zwei Söhne, die in die Fußstapfen des Vaters traten. Daniel und Basilius Thierfelder waren bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts in Oberösterreich als Schul- und Rechenmeister tätig. 1594 fertigte Daniel Thierfelder für den Linzer Bürger Linhard Wasserbeck einen Steckkalender.[3] Wahrscheinlich verließen seine Nachkommen Oberösterreich nach der Gegenreformation.

Publikationen:

  • Oswald Ulmanns und Caspar Thierfelders Newes Kunst=Rechenbuch auf der Linie und Feder, Freybergk 1564, gedruckt bey Jakub Bärwald in Leipzig
  • Caspar Thierfelder: Arithmetica oder Rechenbuch auff den Linien und Ziffern, Nürnberg 1587

Valentin Preuenhueber in: Annales Styrenses: sammt dessen übrigen historisch- und genealogischen Schriften.- Nürnberg 1740 (online: https://books.google.at/books?redir_esc=y&hl=de&id=aBZPAAAAcAAJ&q=thierfelder#v=snippet&q=thierfelder&f=false )

Hier heißt es:

1567

„Es wurde auch in diesem Jahr (1567) eine Teutsche Schul-Ordnung, durch gemeldtes Ministerium gestellt, und darauf in Monath Martio Caspar Thierfelder, der berühmte Rechnemeister von Freyburg aus Meissen aufgenommen zu einem teutschen Schulhalter und Rechenmeister. Deme nach dem Tod sein beyden Söhne Daniel und Basilius in solchem Schuld-Dienst gefolget sind.“

Aus dem Artikel von Alfred Hoffmann, Linz (1979)

  • Alfred Hoffmann: Das Rechenbuch des Steyrer Rechenmeisters Caspar Thierfelder vom Jahre 1587 als wirtschaftsgeschichtliche Quelle. In: Beiträge zur Wirtschaftsgeschichte. 1, 4, ISSN 0723-5461, S. 678–693.

„Angesichts der weitreichenden Handelsbeziehungen mussten die Steyrer Bürger auf eine gute Ausbildung ihrer Söhne in den kaufmännischen Fächern bedacht sein. Einen besonderen Aufschwung erlebte das Schulwesen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Protestantismus, der bis in die Wende um 1600 das Glaubensleben der Stadt fast völlig beherrschte.“

Die Berufung von Thierfelder 1567 nach Steyr geht auf den neuen Prediger Basilius Camerhoffer in Steyr zurück, der seinen „Gevatter“ Caspar Thierfelder, der ebenfalls aus der gleichen Stadt wie Camerhofer stammt, nämlich aus Freiberg in Sachsen, bei den Steyrern empfahl. Im Schuldienst war auch Frau Thierfelder für Mädchen tätig und später deren Söhne Daniel und Basilius. Noch ein Verwandter fand Aufnahme in der Steyrer Schule, das war der Schwager Christoph Ullmann, der „trotz schlechter Schrift“ in Steyr angestellt wurde.

Thierfelder galt als „berühmt“ (nach dem Chronisten Valentin Preuenhueber), weil er literarisch tätig war und Rechenbücher erstellte. Schon bevor er nach Steyr kam, veröffentlichte er zusammen mit seinem Schwager Oswald Ulmann ein Rechenbuch, gedruckt in Freiberg. (Link: https://books.google.at/books?id=cxtaAAAAcAAJ&printsec=frontcover&hl=de&source=gbs_ge_summary_r&cad=0#v=onepage&q&f=false )

1587 veröffentlichte er „Ein neues Rechenbuch auf den Linien und Ziffern…“ gedruckt in Nürnberg, das genau auf die Landesverhältnisse (in Steyr) abgestimmt war, wie er in der Vorrede bemerkte. Für dieses Werk gibt es noch zwei handschriftliche Versionen von 1584. Nach Thierfelders Tod veröffentlichte der Sohn Basilius Thierfelder 1614 ein Rechenbuch nach den Vorgaben seines Vaters.

1564 rechenbuch Oswald Ulmann und Caspar Thierfelder

1564: Titel des Rechenbuches von Oswald Ulman und Casparum Thierfelder, gedruckt in Freiberg

1567 Preuenhueber Eintrag Thierfelder S.281

Valentin Preuenhueber: Annales, S. 281 (Erwähnung Thierfelder als lehrer in Steyr)

Titel Thierfelder Rechenbuch 1587

1587 Titelbild der Arithmetica oder Rechenbuch

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Johann August Dürrnberger

0-durrnberger-foto-m-quelle(1800 – 1880)

Komponist und Lehrer

  • Geboren am 10. März 1800 in Pernstein bei Micheldorf, OÖ
  • Gestorben am 6. Februar 1880 in Steyrdorf 75

Johann August Dürrnberger wurde am 10.3.1800 in Pernstein b. Micheldorf in OÖ. als Sohn des Hofschreibers Michael Dürrnberger geboren.

 Stationen seines Lebens:

  • 1809 – 1817 Besuch des Stiftsgymnasiums Kremsmünster
  • 1817     Beginn des Jusstudiums in Jena (Deutschland)
  • Anschließend Buchhaltungspraktikant in Linz
  • Musikstudium in Wien an der Lehrerbildungsanstalt St.Anna – Prüfung in Harmonielehre und Generalbass. 1) Diplom des Konservatoriums d. Musikfreunde 1843 (Professoren-Titel verliehen).
  • 1832 – 1861 Unterricht an der Linzer Präparandie (Lehrerbildungsanstalt) in den Fächern Harmonie- u. Generalbass-Lehre, Chorgesang sowie auch Unterricht für Gymnasialschüler in Kirchengesang und Orgelspiel. 1) 1841 Verfasser des Elementar-Lehrbuches der Harmonie- und Generalbasslehre.

In diese Zeit fällt auch sein Unterricht Anton Bruckners (1840-1841) an der Linzer Präparandie, den Anton Bruckner am 30.7.1841 bei Dürrnberger mit Prüfungen in Musiktheorie und Orgelspiel abschloss.    2)

Johann August Dürrnberger war ab 1820 durch 45 Jahre als o.ö. Landesbuchhalter tätig und übte dank der guten Besoldung als Landesbeamter seine Tätigkeit als Lehrerbildner in Linz ehrenamtlich aus.

Anton Bruckner – ein Schüler von Johann August Dürrnberger

Zitat: „ Musikalische Ausbildung   (Anmerkung: ANTON BRUCKNERS)

Oktober 1840 18.08.1841: Linz

Unterricht bei Johann August Dürrnberger (1800-1880, von Beruf Rechnungsbeamter der oberösterreichischen Landesregierung, studiert nach Gymnasialzeit in Kremsmünster am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, schließt mit dem dort verliehenen Titel Professor ab; Organist an der Linzer Minoritenkirche) – Bruckner bekommt seine erste systematische Unterweisung in Harmonielehre. Dürrnbergers Vorgehen im Unterricht ist in seinem „Elementar-Lehrbuch der Harmonie- und Generalbaßlehre“ (Linz 1841) überliefert, das Bruckner so sehr schätzt, daß er es bis ins Alter seinem eigenen Unterricht zugrunde legt.

  1. Juli: Zeugniss – Prüfender der musikalischen und musiktheoretischen Kenntnisse ist Johann August Dürrnberger – enthält zwei „Sehr gut“ und „in dem praktischen Theile“, d.h. Orgelspiel ein „Gut“ (was Bruckner sehr kränkt) Windhaag, ab August: ist (er) auf Selbststudium angewiesen. ……“

Zitat-Quelle: http://zellermanfred.org/D%C3%BCrrnberger/5229-bruckner-chronik-1841-a.html (ex: Das 3. Ohr – Das Klassikforum für die NEUE Art des MusikHÖRENS)

 1840-1841-durrnberg-bruckners-lehrer

„….Die Lehrerausbildung in Linz   (Anmerkung: Anton Bruckners)

Bei seinem ersten Aufenthalt in Linz geht es Bruckner seinem Beruf entgegen: Er wird zum Lehrer und zum Schulgehilfen ausgebildet.

Die Ausbildung erstreckte sich nicht nur auf die eigentlichen Schulgegenstände und der Unterrichtspraxis, sondern auch auf Musiktheorie, Orgel, Klavierspiel und auf Gesang. Gewohnt hat Bruckner in dem Haus Pfarrgasse Nr. 11. Sein täglicher Schulweg führte ihn in die steil ansteigende Hofgasse Nr. 23. Dort unterrichtete Johann August Dürrnberger Musik. Die Wissbegierde von Anton Bruckner in Musiktheorie sticht richtig hervor, wie zum Beispiel füllte er seine Notenblätter mit endlosen Notizen. Aus dem von Dürrnberger geschriebenen „Classifications – Abschluss“ von 1841 ragte Bruckner mit seinen sehr guten und guten Erfolgen hervor.

Nicht nur die Wissensvermittlung von Dürrnberger formte ihn, sondern auch der Mensch Dürrnberger selbst prägte das Leben des jungen Anton Bruckners. Sein Lehrer und dessen Unterricht das waren die Hautquellen für seine musikalischen Inspirationen. 1841 absolvierte Bruckner die Abschlussprüfung unter dem strengen Direktor Johann Nepomuk Pauspertl v. Drachenthal. Diese bestand er mit einem ausgezeichneten Erfolg. Somit konnte Bruckner als „Gehülfe an Trival-Schulen“ verwendet werden.  ….“

Zitat aus: „Der Sängerknabe von St. Florian, Ausbildung zum Lehrer“

Quelle:   http://www2.eurogym.info/Unterricht/Projekte/BRUCKNERWEB/Thema3.htm

Johann August Dürrnberger – Lehrer Anton Bruckners

Zitat aus einem Bericht über den Vortrag von Wolfgang Mayer am 20. Oktober 2009

„…. Dann kam er zum Hauptthema dieses Vortragsabends, nämlich zu August Dürrnberger (1800-1880), einen wichtigen Lehrer Anton Bruckners, der auch selbst eine Reihe von Kompositionen hinterließ.

Johann August Dürrnberger schrieb Kirchenkompositionen, zwei Bühnenwerke sowie Unterhaltungsmusik. Bruckner besuchte im  Jahre 1840/41  in Linz einen zehnmonatigen Kurs an der Präparandie (Lehrerbildungsanstalt), der ihn nach Ablegung der erforderlichen Prüfungen dazu befähigte, an Trivialschulen als Schulgehilfe zu unterrichten. Sein Musik- und Orgellehrer Johann August Dürrnberger, der ihm die „Kunst der Fuge“ von Bach besonders an Herz gelegt hatte, stellte ihm ein hervorragendes Zeugnis als Musikpädagoge aus. Bemerkenswert in der Biographie Dürrnbergers ist, dass er nicht nur ein überaus geschätzter hoher Beamter war, sondern auch eine Reihe von ehrenamtlichen Tätigkeiten im Linzer Kulturleben ausfüllte. Die erwähnte Lehrtätigkeit übte er ebenfalls viele Jahre unbesoldet aus…..“

 

Werke:

Dürrnberger komponierte Kirchenmusik, mehrere Messen  (darunter die „Missa pastoralis“ in B-Dur), Kantaten, Lieder, Oratorien, verfasste  Gesangsbücher für Schulgottesdienste, komponierte auch Unterhaltungsmusik, auch für die Blasmusik sowie auch Walzer und zwei Opern. 1) 4))

Auszeichnungen:

  • Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone
  • Titel „Professor“

Beziehungen zwischen Dürrnberger und Anton Bruckner:

Zeitlebens blieb Dürrnberger mit Anton Bruckner freundschaftlich verbunden. Nicht nur die Wissensvermittlung von Dürrnberger formte ihn (Bruckner), sondern auch der Mensch Dürrnberger selbst prägte das Leben des jungen Anton Bruckners. Sein Lehrer und dessen Unterricht  waren die Hautquellen für seine musikalischen Inspirationen. 3)

Nach seiner Pensionierung (1865) verzog Dürrnberger mit seiner Familie nach STEYR, wo sein Sohn als Pfarrer der Vorstadtpfarre St. Michael wirkte. Auch hier besuchte ihn Bruckner, sooft er dahin kam. Zum 70. Geburtstagsfest seines Lehrers bereitete ihm Bruckner „einen solennen Fackelzug mit großer Ovation“.  4)

J.A.Dürrnberger war verheiratet mit Elisabeth, geb.Niedermayr (1805 – 1879). Im Sterbebuch der Vorstadtpfarre scheint als Sterbeort der Gattin und der Tochter Michaela (1831 – 1874) die Adresse „Steyrdorf 171“ auf.

Am 6.Februar 1880 verstarb Dürrnberger in Steyr. Als Sterbeort findet sich in der Matrik der Vorstadtpfarre die Adresse „Steyrdorf 75“.

Heute existiert auf dem Friedhof von Steyr im 1. Abschnitt (nunmehrige Gruft Stohl) noch die Grabinschrift für das Ehepaar Dürrnberger sowie für die Tochter Michaela.

Zusammenstellung: Heinz Kern (2016)

1) www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_D/Duerrnberger_Johann.xml ; 2) Das 3. Ohr – Das Klassikforum für die NEUE Art des MusikHÖRENS  bei:    http://zellermanfred.org/D%C3%BCrrnberger/5229-bruckner-chronik-1841-a.html ; 3) Zitat aus: „Der Sängerknabe von St. Florian, Ausbildung zum Lehrer“       Quelle:   http://www2.eurogym.info/Unterricht/Projekte/BRUCKNERWEB/Thema3.htm 4) Festschrift d. Kirchenmusikvereinigung Sancta Caecilia, Steyr bei:     www.kirchenmusik-steyr.at/kirchenmusikvereinigung_sancta_caecilia_steyr012.htm ;

 

Links zu Johann August Dürrnberger:

http://digi.landesbibliothek.at/viewer/toc/AC07034784/1/-/

http://zellermanfred.org/D%C3%BCrrnberger/5229-bruckner-chronik-1841-a.html

http://zellermanfred.org/D%C3%BCrrnberger/D%C3%BCrrnberger%20August.htm

http://www2.eurogym.info/Unterricht/Projekte/BRUCKNERWEB/Thema3.htm

http://www.ooegeschichte.at/themen/kunst-und-kultur/musikgeschichte-oberoesterreichs/anton-bruckner/biografie.html

http://www.ooegeschichte.at/pic.html?tx_theme_pi3%5Bfile%5D=%2Fmedia%2Fbilder%2Fallgemein%2Fthemen%2Fkunstundkultur%2Fmusikgeschichte%2Ferich%2Fjohann_august_duerrnberger.jpg&cHash=9e45389d48cd5b584579931d0fbd07b6

http://www.bruckner-online.at/?page_id=42

http://www.kirchenmusik-steyr.at/kirchenmusikvereinigung_sancta_caecilia_steyr012.htm

http:/www.kirchenmusik-steyr.at/zettel_2012_01_15.pdf

https://books.google.at/books?id=yLg7ftUQsT0C&pg=PA120&lpg=PA120&dq=johann+august+d%C3%BCrrnberger&source=bl&ots=_mzRRLqCQm&sig=FhQlsoNGRlGUF0RH6XAQ2grp6u0&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjq0J3dmprQAhVIWxoKHXRND9M4ChDoAQgwMAc#v=onepage&q=johann%20august%20d%C3%BCrrnberger&f=false

http://anton-bruckner.heimat.eu/linz_01.htm

 

 

 

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Gunter Damisch

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(1958 – 2016)

Maler, Plastiker und Lehrer an der Akademie der Bildenden Künste

  • Geboren am 20. Mai 1958 in Steyr
  • Gestorben am 30. April 2016 in Wien

Gunter Damisch wurde am 20. Mai 1958 in Steyr geboren. Er machte 1977 die Matura am Musikgymnasium in Linz. Das Studium in Wien begann er mit einigen Semestern Medizin, Germanistik und Geschichte. Nach einem Kurs an der Sommerakademie Salzburg bei Claus Pack studierte er von 1978 bis 1983 an der Akademie der Bildenden Künste Wien in der Meisterklasse der Professoren Maximilian Melcher und Arnulf Rainer. 1992 übernahm er eine Gastprofessur an der Wiener Akademie, Meisterklasse für Grafik und war dort seit 1998 Ordentlicher Professor.

„Der stilprägende Wilde Gunter Damisch ist tot. Der Steyrer war einer der wichtigsten zeitgenössischen Maler. Er war eine der prägenden Künstlerpersönlichkeiten Österreichs.“ (OÖN 2.Mai 2016, S.16).

In den 1980er Jahren spielte er in der Wiener Punkband „Molto Brutto“ auf den Instrumenten Bass und Orgel.

Gunter Damisch lebte und arbeitete in Wien und Freidegg (Mostviertel, NÖ., Gemeinde Ferschnitz)

Sein Stil machte ihn zum international bedeutendsten Vertreter österreichischer Gegenwartskunst.

Im April 2016 erlag er einer Krebserkrankung. (nach: Gunter Damisch  auf Wikipedia)

 

Seit 1981 zeigte er seine Werke in Ausstellungen.

Link zu den Ausstellungen auf der Homepage von G. Damisch:

http://www.gunter-damisch.at/

Biographie von der Homepage des Künstlers:

1958 Geboren in Steyr / Oberösterreich
1977 Matura in Linz
1977 – 1983 Akademie der Bildenden Künste, Wien Meisterklasse Prof. Max Melcher und Prof. Arnulf Rainer Diplom der Grafik
1983 Römerquelle Kunstpreis
1985 Otto Mauer Preis Max Weiler Preis
1991 Karl Rössing Preis
1992 Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste, Wien Meisterklasse für Grafik
1995 Preis der Stadt Wien
1996 Anton Faistauer-Preis für Malerei des Landes Salzburg
1998 Ordentliche Professur an der Akademie der Bildenden Künste, Wien Preis bei der 2. Internationalen Graphiktriennale, Prag Oberösterreichischer Landeskulturpreis für Graphik
2011 Würdigungspreis Land Niederösterreich

(Lebenslauf von der Homepage: www.gunterdamisch.at)

Viele Auszeichnungen erhielt Gunter Damisch für seine Werke (nach: Gunter Damisch auf Wikipedia)

1983 Römerquelle-Kunstwettbewerb

1985 Otto-Mauer-Preis, Max Weiler Preis

1991 Karl-Rössing-Preis

1995 Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst

1996 Anton-Faistauer-Preis für Malerei des Landes Salzburg

Preis bei der 2. Internationalen Graphiktriennale, Prag

1998 Kulturpreis des Landes Oberösterreich für Bildende Kunst

2011 Niederösterreichischer Kulturpreis Würdigungspreis für Bildende Kunst

 

Link zur Website der Akademie der Bildenden Künste:

„Die Akademie trauert um Gunter Damisch“

https://www.akbild.ac.at/Portal/organisation/uber-uns/news/die-akademie-trauert-um-gunter-damisch-1958-1916?set_language=de&cl=de

LINKS zu Gunter Damisch:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gunter_Damisch

http://noe.orf.at/news/stories/2615469/)

http://noe.orf.at/news/stories/2771718/

http://www.zeitkunstnoe.at/de/kuenstlerinnen/detailansicht/gunter-damisch

https://www.land-oberoesterreich.gv.at/174389.htm

http://www.heute.at/freizeit/kultur/Gunter-Damisch-ist-tot;art23668,1283421

http://derstandard.at/2000036059150/Maler-Gunter-Damisch-ist-tot

Videos zu Gunter Damisch:

http://www.kt1.at/kultur/video/gunter-damisch-vom-wachsen-und-werden/

Video auf dem Youtube-Kanal:

 

OÖN.Nachruf.2.5.2016

Krone.2.5.2016.Nachruf

damisch.portraet

Nach dem Bericht in „Heute“ vom 20.6.2016 soll Gunter Damisch ein Ehrengrab am Zentralfriedhof Wien erhalten. Sein Grab ist dann in unmittelbarer Nachbarschaft von Karikaturist Manfred Deix, Ex-ORF-General Gerd Bacher und Star Udo Jürgens. (Quelle: Gratiszeitung „Heute“ vom 20.6.2016, Seite 8/9)

Damisch.Ehrengrab Zentralfriedhof

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Franz Lugmayer

Lugmayer

(1928 – 2016)

Oberschulrat, Direktor in Großraming

Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege

  • Geboren am 8. September 1928
  • Gestorben am 13. April 2016 in Steyr

aus dem Nachruf für Konsulent Direktor Lugmayer in den Tips vom 4.5.2016:

„Franz Lugmayer war Konsulent für Volksbildung und Heimatpflege. Er galt als Doyen der Erwachsenenbildung und leitete 15 Jahre lang die Volkshochschule der AK. Er war Lehrer an der Hauptschule Großraming und später deren Direktor. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderen den Leopold-Kunschak-Preis.

Seine historischen Arbeiten fanden Eingang im neuen Österreich Lexikon 1995. Das Buch „Eisen- und Stahlschnitt“ wurde in die Reihe der schönsten Bücher Österreichs aufgenommen.“

 

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Walter Wippersberg

portraet.wippersberg

(1945 – 2016)

Schriftsteller – Regisseur – Universitätsprofessor – Fotokünstler

  •  Geboren am 4. Juli 1945 in Steyr
  • Gestorben am 30.Jänner 2016 in Steyr

Schulbesuch und aufgewachsen in Steyr (Name damals: Walter Wippersberger).

Verschiedene Studien (Theaterwissenschaften, Kunstgeschichte, Psychologie) an der Universität Wien, kein Abschluss. In dieser Zeit war er auch Bühnenbildner und Regisseur. 1967 Eheschließung mit Tonja Grüner, 2 Kinder;  wohnhaft in der Jugend in Steyr (Schlüsselhofgasse und Karl-Marx-Straße), dann auch in Wien und Losenstein.

Ab 1990 als ordentlicher Professor für Drehbuch und Dramaturgie an der Wiener Filmhochschule tätig.

Auszeichnung und Ehrung: 2015 wurde Walter Wippersberg das Ehrenzeichen der Stadt Steyr überreicht.

Walter Wippersberg zählt zu den erfolgreichsten und produktivsten Literaten, Regisseuren und Filmemachern des Landes. Geboren ist Walter Wippersberg in Steyr, die ersten fünfzehn Jahre seines Lebens hat er im Haus Schlüsselhofgasse 34 gewohnt, bis zur Matura im Jahr 1964 am Bundesrealgymnasium Steyr hat Walter Wippersberg auf der Ennsleite im Haus Karl-Marx-Straße 1 gelebt. Heute lebt er in Losenstein und Wien. Walter Wippersberg ist emeritierter Universitätsprofessor der Wiener Filmakademie, an der er von 1990 bis 2011 als Leiter der Klasse „Drehbuch und Dramaturgie“ tätig war. Die Verbindung zu Steyr hat Walter Wippersberg nie abreißen lassen, auch als er schon in Wien und Losenstein gelebt hat. So arbeitetet er bei vielen Kulturinitiativen mit: unter anderem bei atelier 65, Junges Steyr, der Galerie Schnittpunkt und der Galerie Siebenstern. Intensiv engagiert hat er sich gegen die Zuschüttung des Wehrgrabens. In diesem Zusammenhang ist ein Fotoband von Walter Wippersberg erschienen mit dem Titel „Der Wehrgraben in Steyr“.

Für die oberösterreichische Landesaustellung 1987 hat Walter Wippersberg einen Katalogband geschrieben. 1990 hat er im Landesverlag Linz das Buch „Die Stadt Steyr“ herausgegeben. Gründlich hat sich Walter Wippersberg in drei großen, oft gesendeten Rundunk-Features unter dem Titel „Steyrer Trilogie“ mit der Steyrer Zeitgeschichte beschäftigt.

Später hat Walter Wippersberg auch einmal von seiner Kindheit und Jugend in Steyr erzählt und von ein paar Monaten im Jahr 2006, die von einer lebensbedrohenden Krankheit bestimmt waren und die Walter Wippersberg ins Steyrer Krankenhaus zurückgeführt haben. Das Buch heißt: „Eine Rückkehr wider Willen, zwei Berichte über mich“. Der Film „Das Fest des Huhnes“, in dem afrikanische Forscher auf die sonderbaren Riten in Oberösterreich stoßen, ist im Jahr 1992 gedreht worden.

Für seine Werke ist Walter Wippersberg oftmals ausgezeichnet worden: unter anderem mit dem Österreichischen Staatspreis für Kinderliteratur, mit dem Kulturpreis des Landes Oberösterreich und mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich.

(Auszug aus dem Bericht zur Verleihung des Ehrenzeichens der Stadt Steyr für besondere Leistungen im kulturellen Bereich an Walter Wippersberg im September 2015 (Wochen-Zeitschrift „TIPS“   v. 15.9.2015, Robert Hofer ). Dieser Beitrag erschien gleich- lautend auch im Amtsblatt der Stadt Steyr 9/2015, S.12)

Werk-Liste (Auswahl unvollständig):

Nachstehende Liste gibt nur einen Teil des umfangreichen Schaffens Walter Wippersbergs wieder.

Siehe dazu auch den Link: http://www.walterwippersberg.at/werkverzeichnis.html#buecherautor

Bücher: Autor von Romanen, Hörspielen, Drehbüchern und Essays; Fotobänden.

Humorvolle Kinderbücher (für seine Kinder) – diese wurden auch vielfach ausgezeichnet und übersetzt,  z.B.:

  •        Der Kater Konstantin
  •          Max der Unglücksrabe
  •          Schlechte Zeiten für Gespenster
  •          Gute Zeiten für Gespenster
  •          Ein Winter mit Piraten
  •          Julias Hexe
  •          Schlafen auf dem Wind
  •          Herr Sokrates und die veilchenblaue Dame
  •          Der Kater Konstantin wird berühmt
  •          Konstantin auf Reisen
  •          Der Ritter von der traurigen Gestalt
  •          Schlafen auf dem Wind
  •          Augenzeugen
  •          Erik und Roderik

Die Stadt Steyr (Bildband)

Der Wehrgraben in Steyr

Der Krieg gegen die Raucher

Romane für Erwachsene:

  •  Gegenlicht
  • Ein Anfang von Etwas

Österreichische Trilogie:

  •        Die Irren und die Mörder
  •          Ein nützlicher Idiot
  •          Die Geschichte eines lächerlichen Mannes

Essays:

  • Einiges über den lieben Gott.Wie er erfunden wurde und wohin das  geführt hat.
  •   Eine Rückkehr wider Willen. Zwei Berichte über mich.

Drehbücher:

  •        Das Fest des Huhnes
  •          Dunkles, rätselhaftes Österreich
  •          Die Wahrheit über Österreich
  •          Das Kapital
  •          Fluchtversuch
  •          Sankt Petri im Schnee

 

Mit seiner auch in Cassettenform erschienenen „STEYRER TRILOGIE“

         Erinnerungen an einen Aufstand – Steyr im Jahr 1934

         Der Anschluss in einer Arbeiterstadt – Steyr im Jahr 1938

         Kriegsende in einer kleinen Stadt – Steyr im Jahr 1945

schuf der Schriftsteller eine bleibende Erinnerung an die Ereignisse in Steyr, die bereits mehrfach im ORF gesendet wurde und nach wie vor auch im Geschichtsunterricht verwendet wird. (Die erste Kassette davon entstand gemeinsam mit dem ebenfalls aus Steyr stammenden Schriftsteller Erich Hackl).

Weitere Aktivitäten:

Kampf für die Erhaltung des Steyrer Wehrgrabens und des Reichraminger Hintergebirges:

Als 1980 auf Grund eines Gemeinderatbeschlusses der Steyrer Wehrgraben-kanal zugeschüttet werden sollte, wandte sich Walter Wippersberg wie auch Prof. Heribert Mader u.a. lautstark gegen dieses Projekt.  Schließlich hatte sich ein derart starker Widerstand organisiert, dass dieses Vorhaben verhindert wurde.

Ähnlich verhielt es sich, als 1984 im Reichraminger Hintergebirge ein wirtschaftlich unrentables Speicherkraftwerk gebaut werden sollte. Auch hier stand Wippersberg auf Seiten der Baustellenbesetzer und half aktiv mit, diese einmalige Naturlandschaft zu erhalten.

Walter Wippersberg blieb immer ein kritischer; gesellschaftspolitischer Beobachter und brachte seine Gedanken mit spitzer Feder zu Papier – nach dem Motto:

„Aufrecht, manchmal unbequem – wenn es sein muss. Er lässt uns in den Spiegel schauen.“ (J.Hofmarcher)

Neben vielen österreichischen Auszeichnungen wurde Walter Wippersberg zuletzt von der Stadt Steyr mit dem Ehrenzeichen der Stadt Steyr für besondere Leistungen im kulturellen Bereich geehrt.

 

Heinz Kern (Zusammengestellt nach Unterlagen aus dem Archiv Jörg Hofmarcher u. Wikipedia u.a.)

2016-02-05-wippersberg

Nachruf: Walter Wippersberg 

Quelle: OÖ.Nachrichten, 1.2.2016 (Internet, www.nachrichten.at)

„Fest des Huhns“-Autor Walter Wippersberg ist tot

STEYR. Der oberösterreichische Autor und Filmemacher Walter Wippersberg, bekannt für seine legendäre ORF-Mockumentary „Das Fest des Huhns“ (1992), ist am Sonntag laut ORF im Alter von 70 Jahren in seiner Geburtsstadt Steyr gestorben.

Nicht nur im Fernsehen, auch als Schriftsteller war Wippersberg stets kritischer Beobachter und Analytiker von Gesellschaftszu- und -missständen.

Geboren wurde Wippersberg am 4. Mai 1945 in Steyr. Er studierte in Wien Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Psychologie – eine thematische Breite, die ihm sein gesamtes Leben erhalten bleiben sollte. Bereits Ende der 60er-Jahre trat er erstmals als Hörspielautor in Erscheinung, bevor er mit „Maghreb oder: Die Erinnerung an das Leben nach dem Tod“ 1970 sein erstes Buch veröffentlichte. Sein Durchbruch als Autor gelang Ende der 90er-Jahre mit der „Österreichischen Trilogie“ („Die Irren und die Mörder“, „Ein nützlicher Idiot“ und „Die Geschichte eines lächerlichen Mannes“).

Daneben entstanden aber auch Theaterstücke und Hörspiele, Sachbücher, Kinder- und Jugendliteratur, Fotoarbeiten und TV-Dokumentationen. Zu einem Klassiker hat sich dabei die satirische Fake-Doku „Das Fest des Huhns“ entwickelt, für die Wippersberg auch als Regisseur verantwortlich zeichnete. Er schickt darin eine afrikanische Forschergruppe in die oberösterreichische Provinz, um dort aus dem Alltagsverhalten der „Ureinwohner“ die falschen Schlüsse zu ziehen, womit er dem Westen und seiner Kolonialhaltung den Spiegel vorhielt.

Zugleich schrieb er Drehbücher für die Arbeiten anderer Regisseure, so etwa für Xaver Schwarzenbergers „Das Kapital“. Dieses Können gab Wippersberg auch an die nachfolgenden Generationen weiter, leitete er doch zwischen 1990 und 2011 die Klasse „Drehbuch und Dramaturgie“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.

Im Feld der Kinder- und Jugendbücher machte er sich mit „Kater Konstantin“ und „Schlechte Zeiten für Gespenster“ einen Namen. Und schließlich widmete sich Wippersberg auch in Sachbüchern kritisch den Themen der Zeit. 2006 erschien „Einiges über den lieben Gott. Wie er erfunden wurde – und wohin das geführt hat“. Vor fünf Jahren veröffentlichte er „Der Krieg gegen die Raucher. Zur Kulturgeschichte der Rauchverbote“.

Links zu Walter Wippersberg:

 

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Wolff Jakob Lauffensteiner

laute

(1676 – 1754)

Lautenspieler, Komponist, Musiker

Brüder: Wolff Jakob und Georg Adam Lauffensteiner

 

aus: Österreichisches Musiklexikon

Wolff Jakob: * 28.4.1676 Steyr/OÖ, † 26.3.1754 München/D. Lautenist. Sohn des gleichnamigen Türmers von Steyr († 1689). Besuchte wohl hier die Jesuitenschule und dürfte seinen ab 1693 in Graz studierenden Brüdern dorthin gefolgt sein. 1709 ist er in Graz erstmals als Lautenist nachweisbar, ab 1712 als Kammerdiener und Musiklehrer der bayerischen Prinzen während ihrer Internierung in Graz, ab 1715 in München in alleinigen Diensten des Prinzen bzw. Herzogs Ferdinand, mit dem er auch mehrere Reisen unternahm. Nach dessen Tod 1738 wurde er pensioniert. In zweiter Ehe war Wolff Jakob Lauffensteiner  mit Maria Catharina v. Empach (1699–1775) verheiratet.

Werke: Kammersymphonien, Lautenkonzerte, Stücke für Laute solo (WV bei Flotzinger 1966).
Georg Adam: * 9.4.1678 Steyr, † 19.6.1753 Kremsmünster/OÖ. Musiker. Scheint 1693 in der Grazer Univ.s-Matrikel als Rhetor auf und war ab 1711 Zimmerwärter und Musiker (Fagott, Flöte, Pauken) im Stift Kremsmünster.

Lit: R. Flotzinger in StMwRudolf Flotzinger, Rochus Berhandtzky und Wolff Jacob Lauffensteiner. Zum Leben und Schaffen zweier Lautenisten in kurbayerischen Diensten, in: Studien zur Musikwissenschaft 27. 1966, 200–239. 27 (1966); NDB 13 (1982); R. Flotzinger in Ch.-H. Mahling (Hg.), [Fs.] H. Federhofer 1988; Kellner 1956.

http://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_L/Lauffensteiner_Brueder.xml

Leben

Die erste musikalische Ausbildung erhielt Lauffensteiner von seinem Vater. Vermutlich hat er in Steyr auch die Jesuitenschule besucht, über weitere Studien ist nichts bekannt. 1709 ist er in Graz als Lautenist nachweisbar. 1712 trat er in kurbayer. Dienste und war zunächst Kammerdiener und Musiklehrer der Prinzen während ihrer Grazer Internierung, seit 1715 in alleinigen Diensten des Prinzen bzw. Hzg. Ferdinand in München. In dessen Begleitung machte er zahlreiche Reisen und Feldzüge mit. Nach dem Tod Ferdinands wurde Lauffensteiner  pensioniert.

Ausgehend von der Laute als Kavaliersinstrument der Zeit, war er stets für die gesamte musikalische Unterweisung und Unterstützung seiner Herren zuständig. Er komponierte Kammersymphonien, Lautenkonzerte und Stücke für Laute solo. Leider scheinen nur letztere von ihm erhalten zu sein. Vermutlich spiegelt sich hier seine Biographie wider: die solistischen Lautenkompositionen werden zunächst für den eigenen Gebrauch, dann auch zunehmend für die pädagogischen und kammermusikalischen Erfordernisse entstanden sein, nach 1715 dürfte sich im ferdinandeischen Hofstaat eine Schwerpunktverlagerung zum Lautenensemble (entweder 2 Lauten, oder 1 Laute mit anderen Instrumenten wie Violine, Flöte und Violoncello, die sog. „Lautenkonzerte“) und schließlich zu sog. Kammersymphonien vollzogen haben. 1727 äußert sich Ernst Gottlieb Baron zwar mit einer gewissen Hochachtung über L., kann aber auch nicht verbergen, daß er sich offensichtlich einer anderen Generation und Stilrichtung zugehörig fühlt. L. steht durchaus in der Entwicklung der Zeit, ist aber ganz im Sinne der Münchener Musik unter Karl Albrecht insgesamt stärker als Baron an Wien und Italien orientiert.

Werke

Lautenstücke in Tabulaturhss.: Kremsmünster, Göttweig, Wien (sog. Schwanberg), Prag (sog. Werdenberg, Hellicha), Augsburg. –  Neuausgg.: Sonate in A-Dur f. 2 Lauten, in: H. Neemann (Hrsg.), Alte Haus- u. Kammer-Musik mit Laute, o. J. –  Zwei Präludien u. 5 Partien f. Laute, in: H. Radke (Hrsg.), Musik alter Meister 30, 1973.

Literatur: Flotzinger, Rudolf, „Lauffensteiner, Wolff Jacob“ in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 711 [Onlinefassung]; URL: http://www.deutsche-biographie.de/pnd103915877.html

CD-Aufnahme mit Musik von Lauffensteiner:

(Auf http://www.youtube.com gibt es weitere Beispiele von Lautenmusik von Lauffensteiner.Suchbegriff: Miguel Yisrael Lauffensteiner)

http://de.brilliantclassics.com/2012/07/austria-1676-von-miguel-yisrael-auf-gitarre-und-laute-de-besprochen/

Nun wurde das Album Austria 1676 des portugiesischen Lautenisten Miguel Yisrael mit Werken von Wolff Jacob Lauffensteiner (1676-1754) und Johann Georg Weichenberger (1676-1740) im unabhängigen Fachmagazin Gitarre und Laute vom Chefredakteur Peter Päffgen besprochen.

Er schreibt über das Album, das »weit entfernt von jeglichem Manierismus« erscheint:

»Miguel Yisrael spielt die spannende Musik von Wolff Jacob Lauffensteiner und Johann Georg Weichenberger eher eloquent als französisch, eher fließend als dramatisch. Was das Dramatisieren dieser Musik angeht, kann man darüber freilich geteilter Meinung sein. Das endlose Auskosten von Vorhalten, das Übersteigern der Inégalité bis hin zum permanenten Punktieren und dann das Überpunktieren, das man oft in französischen Ouvertüren hört … diese Manieren produzieren Spannung, sie können aber auch zu nervenden Stereotypen mutieren.  (…)  Yisrael zieht seinen unaufgeregten Stil durch, weit entfernt von jeglichem Manierismus. Das nimmt ihm zwar die Chance auf den einen oder anderen Effekt, ist aber ob seiner Konsequenz mehr als überzeugend. Miguel Yisraels CD mit österreichischer Lautenmusik des 18. Jahrhunderts empfiehlt ihn jedenfalls für Weiteres!«

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Georg Reitter

portraet

(1922 – 2014)

Akademischer Maler, Graphiker, Professor HTL I Linz

  • Geboren am 21.5.1922
  • Gestorben am 5.3.2014

Er ist der Sohn von Jörg Reitter (Link) und Bruder von Architekt Helmut Reitter.

Aus dem Ausstellungskatalog „Georg Reitter 1998“ (Verfasser: Helmut Burger, Steyr)

„Das Talent und die bildernischen Interessen hat Georg Reitter von seinem Vater Jörg Reitter, der 1944 bei einem Bombenangriff auf Trevisio den Tod erlitt. Wir (Helmut Burger Georg Reitter) kennen uns schon lange. Wir haben beide den Lehrberuf an Allgemeinbildenden Höheren Schulen eingeschlagen und den Kontakt nie verloren. Ihn verschlug es zuerst nach Lienz, bis er dann 1964 zum Fach- und Abteilungsvorstand an der HTBL 1 in Linz bestellt wurde. Seine pädagogische und künstlerische Tätigkeit in Linz wurde allgemein anerkannat. Ich haben neben der hohen Qualität immer auch die ungeheure Vielseitigkeit von Georg Reitters künstlerischen Aktivitäten bewundert. Vom Aquarell über Ölbilder und Collagen spannt sich der bogen über Wandgestaltung hin bis zu den künstlerischen Ausdrucksformen der Graphik. Gerade seine Holz- und Linolschnitte, seine bezaubernden Weihnachtskarten, seine Exlibris, aber auch seine Kalligraphien haben mich immer sehr beeindruckt.“

Georg Reitter: Sgraffito am Bogenhaus am Tabor (Taborweg 37), Steyr: 1955

„1480 Tabor 1955. In den Fehden des ausgehenden Mittelalters belagerte Georg von Stain 1467 von hier aus die Stadt. Nach den Schanzen seiner böhmischen Söldner „Tabor“ benannt, erhielten Wachturm 1480 erbaut – und Anhöhe ihren Namen.“

Wirken in Osttirol, Lienz:

Literatur:   Link Osttiroler Heimatblätter – Georg Reitter:   https://www.osttirol-online.at/4eb3c0c09b5b8/2002%20-%2005%20klein.pdf

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